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Verniedlichung der Pferde

 
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Marie
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Anmeldedatum: 25.02.2009
Beiträge: 4
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 15:25    Verniedlichung der Pferde

Hallo,

immer wenn ich bei meinem Pferd bin, bemühe ich mich das Pferd nicht zu verniedlichen. Hierbei stelle ich fest, dass bei uns im Stall sehr viele junge Mädchen das Pferd wirklich als Ersatz für etwas das Ihnen fehlt ansehen.

Es heisst zwar, dass Pferde keine Sportgeräte sind sondern Partner aber ich denke auch Partner trifft es nicht ganz genau, wenn man das Pferd nicht als solches respektiert. Es wird vielmehr zum Partner gemacht, weil es ja keine andere Wahl hat. Dies liegt natürlich im Mensch selbst begründet, dass dieser sich die Tiere zu Untertan macht. Aber gerade bei Pferden fällt mir das wirklich schwer, da Sie so charaktervoll sind.

Mir ist es deshalb immer sehr wichtig, dass ich mein Pferd als Individum lasse anstatt es zu meinem Partner zu machen, was es vielleicht von sich aus nicht möchte. Dies hat dann natürlich zur Folge, dass es nicht 100% hört aber das ist es mir wert. Ich schaue ihm einfach gerne zu. Wenn ich manchmal sehe wie Pferde so verniedlicht werden, tut mir das für die Tiere eigentlich leid...

wie seht Ihr das?

Grüße
Marie...

schönes Forum hier, gefällt mir!
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Verfasst am:     Anzeige

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Fox
Mitglied
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Anmeldedatum: 07.03.2009
Beiträge: 75
Wohnort: Mannheim

BeitragVerfasst am: 16.03.2009, 17:39    

Hallo Marie,
sehr guter Beitrag von dir-auch meine Meinung darüber
ein Pferd sollte immer noch lieber zu Pferden wie zu Menschen gehören wollen-ich habe da schon einiges gesehen,völlige Fixierung auf den Menschen(mit Abschottung von Artgenossen) um genau diese Fixierung zu erreichen!
Ist schon schlimm vor allem dann wenn dieser besagte Mensch von heute auf morgen krank wird etc.und dieses Tier dann mit Artgenossen völlig überfordert ist.
Ich denke ein Pferd soll ein Pferd bleiben auch unter dem Verzicht,daß es eben die Artgenossen lieber hat als die Menschen-gar nicht vorzustellen wenn dieses Tier dann mal wegen gesundheitlicher Probleme,Alter oder so in einen Herdenverband soll.
Meine Art ist um *Vernichtlichung*zu vermeiden mehr so der Kumpeltyp im Umgang mit dem Pferd je nach dem mal mehr *doller*kommt ganz auf die Sensibilität des Tieres an-ich bin eigentlich ganz gut damit gefahren.

Übrigens noch herzlich willkommen im Forum


L.G.Fox ( Heike)
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Esther
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 19.03.2009
Beiträge: 8
Wohnort: Lugano

BeitragVerfasst am: 24.03.2009, 23:30    

Pferde sind hervorragende Therapeuten, dies aber bitte nur im Rahmen einer Arbeit. Immer öfter sehe ich Frauen die ihre Pferde als Kinderersatz leben. Das kann doch beiden niemals gerecht werden.
Abgesehen davon können bei einer „Verhätschelung“ diverse Risiken und Gefahren für Mensch und Pferd entstehen. Ich könnte eine Liste schreiben von (gottlob nur kleinen) Unfällen und gesundheitlichen Nachteilen die ich auf das zu starke Verwöhnen zurückführe.
Genau weil ich das Pferd liebe versuche ich seinen Bedürfnissen gerecht zu werden- es Artgerecht zu führen und Halten. Mir persönlich gefallen die Pferde wenn sie ihre natürliche Anmut und Eleganz noch besitzen.
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Equiaktuell
Mitglied
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Anmeldedatum: 15.03.2009
Beiträge: 56
Wohnort: Senden

BeitragVerfasst am: 25.03.2009, 12:59    

Ich bin voll Eurer Meinung. Das Pferd sollte Partner sein mit Vertrauen und Respekt gegenüber dem "Leittier" Mensch. So wie es das auch in der freien Wildbahn in einer Herde gewohnt ist.

Obwohl das verniedlichen ja sicher für ein Pferd auch ganz toll sein wird, da es da ja die Leitrolle übernehmen kann. Der Nachteil ist dann das es irgendwann den jungen Mädchen auf der Nase rum turnt weil es halt mehr zu sagen hat als der jeweilige Mensch. Viel schlimmer als das verhätscheln finde ich dann die Folgereaktion, das Pferd zu schlagen weil es nicht mehr das macht und nicht mehr so lieb und süß ist wie die jungen Mädchen es kennen gelernt hat.
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Ratatouille
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 24.03.2009
Beiträge: 8
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 25.03.2009, 15:31    

Da muss ich zugegeben, dass ich meine Reitbeteiligung nicht nur mit "ihrem" Namen, sondern auch mit "Süße" oder "Maus" anspreche.
Aber irgendwie habt ihr Recht!
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Esther
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 19.03.2009
Beiträge: 8
Wohnort: Lugano

BeitragVerfasst am: 25.03.2009, 23:06    

Kosenamen zu benutzen heisst doch nicht zu verhätscheln. Mein Pferd heisst Kwador, nicht ein Zungenbrecher aber ich mag‘s einfacher. So nenne ich ihn nach Lust und Laune mal Mulo oder Amore, Fratello….
Wenn wir die Halle für uns haben spielen wir manchmal auch zusammen. Nach dem Reiten nehme ich Sattel und Zaumzeug weg damit er sich walzen kann. Und dann machen wir „gemeinsam rennen“ was dann oft in einem gegenseitigen knabbern endet. Es ist eine Art billige Kopie von dem was er mit den Anderen Pferden auf der Koppel macht. (Nur habe ich eine schlechte Ausdauer was das Rennen anbetrifft) Kwador braucht dass irgendwie um wieder Vertrauen zum Menschen herstellen zu können. Mit anderen Pferden hatte ich nie „gespielt“, weil sie ganz andere Charakter und Geschichten hatten.
Verhätscheln ist wenn ich ungehorsam einfach hinnehme. Die dicke Daunendecke schon im September auflege. Überfüttere oder nicht für genug Bewegung sorge…usw.
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