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Wieso widerspricht die FN ihren Grundsätzen?

 
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HuHn512
Fohlen
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Verfasst am: 17.03.2009, 00:01    Wieso widerspricht die FN ihren Grundsätzen?

Hallo.

Mich interessiert schon ewig lange, warum die FN ihren eigenen Grundsätzen widerspricht.
Allein schon was man hier in Deutschland so alles sieht... in der ("Hohen") Dressur sollen die Pferde versammelt gehen, d.h. eine gewisse Hankenbeugung muss vorhanden sein.

Da frage ich mich: Welche Hankenbeugung bei Satchmo oder sonstigen Pferden von Frau Werth? Oder gar bei unserer heißgeliebten van Grunsven? Und das nicht nur bei den beiden Damen.. Da habe ich echt schon viel bessere Piaffen gesehen als bei unseren ach so tollen Dressurreitern.
Nächstes Problem: Taktreinheit. Ich habe Salinero noch nie taktrein laufen sehen - und damit gewinnt man olympisches Gold. Super Vorbilder.

Ich mein, gerade FEI-Richter müssen sowas doch sehen, wenn sogar ich (und ich reite gerade mal E/A!) sowas sehe. Wieso handeln die nicht einfach, statt kleine Kinder auch noch zur Rollkur zu ermutigen indem sie Anky Gold geben und sich dann wundern, warum solche Skandale schon im Ponysport (EM 2008 glaub ich) auftauchen.
Die eigenen Richtlinien werden missachtet - was soll dann bitte aus dem Turniersport werden?! Ich finde es schade, dass solch ein schöner Sport im Grunde einfach nur stetig aber sicher den Bach runtergeht.

Warum also wird sowas zugelassen?
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Verfasst am:     Anzeige

fjallira
Gast







Verfasst am: 17.03.2009, 00:34    

tja, ich sehe das genauso, aber was will man machen.
die beste möglichkeit ist immer noch, bei sich selbst anzufangen...dass man sein pferd eben nicht so reitet, wie das besagte "große vorbilder" tun und auch versucht, das anderen zu vermitteln.

ich nehme an, die richter haben einfach angst. die wollen die reiter nicht vergraulen, denn damit würden sie die sponsoren vergraulen und wo wäre der schöne sport und die ganzen tollen großen turniere ohne die sponsoren.

am besten, man guckt sich so was gar nicht mehr an. fernseher auslassen, eben nicht live beim chio sein. ich war auch von der partner pferd enttäuscht und wie die "profis" da auf dem öffentlichen abreiteplatz geritten sind...das muss ich nicht unterstützen, indem ich eintrittsgeld zahle und angucken möchte ich das sowieso nicht.
HuHn512
Fohlen
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Verfasst am: 17.03.2009, 00:40    

bei sich selber anfangen ist klar - mache ich ja auch. Besser kann ich persönlich es nicht, aber es ist immerhin schonmal ein Ansatz, dass man weiß wie es aussehen sollte und wie nicht - jeder fängt nunmal klein an. Schließlich fängt man als eigentlich E/A-Reiter auch nicht mit den Piaffen an.

Hm, das mit den Sponsoren ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen.

Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr auf einem großen Turnier. Generell schon lange nicht mehr auf einem Turnier, habe nur gestern oder so Springreiten im Fernsehen gesehen und bin wieder fast an die Decke gegangen - und manche Ritte waren echt schlimm. Immerhin der Sieger konnte reiten.
Von daher unterstütze ich es auch nicht - aus demselben Grund wie du.
Ausbilder111
Stallausmister
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Verfasst am: 18.03.2009, 14:53    

Ein ganz grosse Argument ist das leidige Thema Geld. Die deutsche Reitsportindustrie setzt derzeit rund 4 Milliarden € jährlich um, da ist doch klar wo die Schwerpunkte liegen...Oder wie kann man es sonst erklären das 5 jährige Dressurpferde auf dem Bu Cha in Warendorf beim abreiten bereits halbe Tritte gehen müssen....
Yvonne
Pony
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Verfasst am: 21.03.2009, 20:41    

Solange im Pferdesport soviel Geld zu verdienen ist, wird sich da kaum was ändern.. leider. Allerdings denke ich schon, dass ein Prozess begonnen hat, in dessen Verlauf auch die Richter usw. umdenken werden (müssen). Was man tun kann, ist aufklären: eben dass diese zappelnden Dressurpferde nicht das sind, was die klassische Ausbildung verlangt und dass diese Art zu reiten für die Pferde schädlich ist!

Allerdings fängt das Dilemma schon auf ländlichen Turnieren bei kleinen Prüfungen an. Der Reiterin meines Ponys hat man z.B. letztes Jahr bei der Platzierung einer A-Dressur gesagt, sie "müsse das Pony jetzt aber mal ein bißchen anpacken und versammeln", woraufhin sie dem verdutzten Richter sagte, dass sie das schon machen werde, wenn das Pferd dafür reif ist... Der hat den Mund gar nicht mehr zu gekriegt... Aber ich habe immer wieder in A-Dressuren Pferde gesehen, die zusammengezogen, nicht losgelassen und von vorne nach hinten geritten sind - und trotzdem hoch platziert wurden.

Insofern hilft nur: Aufklärungsarbeit leisten und es zu Hause besser machen!
Remember7
Stallausmister
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Verfasst am: 02.04.2009, 01:25    

Mit der Dressur ist es so ne sache.... Ich habe schon soooo oft Paare gesehen wo ich dacht das war richtig gut geritten und das pferd ist super gelaufen. tja und was war es sind teilweise leute platziert wo ich mir ich mit der hand an dir stirn klatschen kann. wer viel auf turnier geht kennt ja auch viele viel leute.... und so weiss ich ganz genau ah die reitet mit der und und der richter ok alles klar. das wird sich auchn nicht ändern.leider!
MelB
Stallausmister
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Verfasst am: 02.04.2009, 07:38    

Man könnte es aber ändern indem immer mehr Leute entgegen den Richtern ihr Pferd in einer gesunden Haltung auf dem Turnier vorstellen.
Remember7
Stallausmister
Stallausmister



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Verfasst am: 02.04.2009, 15:50    

Das wird aber zu 100 nicht der fall sein.
HuHn512
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 02.04.2009, 19:49    

genau, weil viele ja wissen, dass man mit ner Trainingsmethode wie Rollkur Olympisches Gold gewinnen kann und warum sollte man dnan noch "normal" traineiren, wenn man damit soweiso viel weiter kommt?
Deshalb wird diese Logik sich leider nicht durchsetzen können.

Interessiert mich aber auch weiterhin noch, ob es noch andere Werte als Ruhm, Sponsoren & Geld gibt?
Yvonne
Pony
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Verfasst am: 03.04.2009, 19:29    

HuHn512 hat Folgendes geschrieben:
Interessiert mich aber auch weiterhin noch, ob es noch andere Werte als Ruhm, Sponsoren & Geld gibt?


Ja, Horsemanship.

Reiter, die zeigen, dass man auch ohne Rollkur und Co. im Spitzensport bestehen kann - z.B. Ingrid Klimke. Allgemein habe ich den Eindruck, dass die Vielseitigkeitsreiter ihren Pferden mehr Wertschätzung entgegen bringen als z.B. einige Dressur- oder Springreiter. Bei den Eventern ist das Pferd doch noch mehr Partner, nicht nur Mittel zum Zweck. Aber in der Vielseitigkeit ist das ältere, erfahrenere Pferd auch mehr wert als in anderen Sparten.
HuHn512
Fohlen
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Verfasst am: 03.04.2009, 19:36    

Ingrid Klimke hat das ja sowieso von ihrem Vater mitbekommen. Übrigens finde ich auch, das VS-Reiter viel besser mit solchen Sachen umgehen als "normale" Dressur- oder Springreiter.

Meine Frage war aber noch auf die Ausgangsfrage bezogen, warum man mit Misshandlung so weit hochkommt?
gretie lou
Hufauskratzer
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Verfasst am: 10.04.2009, 16:47    

so wie ich das sehe, wird sich nichts ändern, weil die offiziellen sich doch gegenseitig bestärken. nach dem motto "du bist aber ´n guter"- " und du erst".
wenn die kritiker auch nur den kleinsten fehler machen, in formlierung oder marketing, wird dieser so lange aufgebauscht bis nur noch dieses bild existiert,
phillippe ist das nicht der mit den hohen händen?
heuschmann ist das nicht der den die dressurreiter dissen? usw. usw.
weiter im nächsten text
gretie lou
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Beiträge: 5
Wohnort: bl brandenburg

Verfasst am: 10.04.2009, 17:01    

wenn die trainer ihren schülern nicht vermitteln können, was losgelassen bedeutet, was anlehnung heisst, sondern vielmehr selbst misshandlung zeigen und praktizieren....
wenn namhafte ausbilder die schuld den züchtern zu schieben, diskusionen angestossen werden, dann aber unterbunden werden indem die kritischen stimmen z.b. lächerlich gemacht werden, als nestbeschmutzer bezichtigt werden,
wenn es weiterhin richter gibt die glauben ein reiter pferd paar zu sehen (wieso reiten die nicht ein?), was sich dann aber als traktor zeigt
wenn trainingseinheiten für das pferd bis get no verlängert werden, ohne jegliche pausen
pferden zwar ein willen zu geschrieben wird, aber nur der schlechte....
reitkunst mit marken in verbindung gebracht werden
solange die augen verschlossen werden, weil man ja später ´ne möhre extra füttert ändert sich nix Sad
Maggy
Fohlen
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Wohnort: Elmenhorst

Verfasst am: 19.06.2009, 21:10    

...dabei ist es doch eigentlich ganz "einfach":

Takt - Losgelassenheit - Anlehnung - Schwung - Geraderichtung - Versammlung.......und dazwischen steht kein einziges Wort von: Zieh kräftig am Zügel und zerre den Kopf des Pferdes mit viel Kraft in die Tiefe, bis das Pferds möglichst mit dem Maul auf der Brust läuft und am besten noch mit Kandarre, deren Bäume dann den Unterkieferast berühren müssen....

doch leider muß auch ich gretie lou und vielen anderen hier Recht geben, denn wie im "richtigen Leben" regiert auch im Pferdesport in allen Bereichen das Geld die Welt...
traurig aber wahr...
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