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Reitweisen im Überblick?

 
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Sinikka
Hufauskratzer
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Verfasst am: 22.05.2009, 06:27    Reitweisen im Überblick?

Guten Morgen!

Da ich hier en absoluter Neuling bin, sowohl im Forum, als auch generell im Umgang mit Pferden und dem Reiten, wollte ich mal fragen, ob mir jemand die unterschiedlichen Reitweisen erklären kann.

Ich weiß wohl, was Springen ist und was Dressur ist, allerdings auch nur aus dem Fernsehen Embarassed Aber was ist z.B. Vielseitigkeit? Was lerne ich gerade in meinem stinknormalen Reitunterricht und was ist Klassisch reiten und worin unterscheidet sich das Western-Reiten?

Ihr seht ich weiß wirklich gar nix... Embarassed Nagut, wo hinten und vorne bei nem Pferd ist hab ich schon rausgefunden Laughing

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen!

Danke schonmal für Infos!

Liebe Grüße,
Sinikka
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Verfasst am:     Anzeige

Equiaktuell
Fohlen
Fohlen



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Beiträge: 60
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Verfasst am: 24.05.2009, 11:57    

Also die klassische Reitkunst ist ein über jahrhunderte bewährtes Reitsystem für Pferde mit Pferdegerechten Prinzipien in der Pferdeausbildung. Dies ist die Grundlage für alle Reitsportarten bzw. generell dem Reiten von Pferden.

Die Verschiedenen Schwerpunkte im Reitsport sind wie folgt:

Dressurreiten:
Die Dressurarbeit ist der Grundvoraussetung aller Reitdisziplinen. Es handelt sich also um die Aus-und Weiterbildung des Pferdes und seiner natürlichen Bewegungen und verstehen der Zügel-, Schenkel- und Gewichtshilfen des Reiters bei verschiedenen Lektionen.

Springreiten:
Springreiten ist das Überwinden von Hindernissen zu Pferde. Es erfordert vom Reiter viel Geschicklichkeit, Balance, Rhythmusgefühl und präzise Einwirkung der Reiterhilfen, um ein Pferd korrekt über Hindernisse zu reiten.

Vielseitigkeitsreiten (ehem. Military) auch Eventing:
Das Vielseitigkeitsreiten ist eine Kombination aus den drei Teilprüfungen Dressur, Springen und Geländereiten innerhalb eines Wettbewerbes.

Jagdreiten:
Unter Jagdreiten versteht man das Reiten hinter Hunden. Geritten wird auf einer Geländestrecke mit natürlichen Hindernissen. Anders als bei der Fuchsjagd ist Jagdreiten reiner Pferdesport, es wird also kein Wild gejagt. Bei uns in Deutschland wird aber auch bei der Fuchsjagd kein Wild gejagt, dies ist hier verboten. Hier gibt es im Anschluss an den Ausritt durch die Landschaft das Fuchsschwanzgreifen als Wettbewerb auf der heimischen Reitanlage.

Distanzreiten:
Distanzreiten erfordert große Ausdauer von Pferd und Reiter.

Westernreiten(Reining):
Das Westernreiten ist eine aus dem amerikanischen stammende Reitweise, die sich an den Erfordernissen der Arbeit zu Pferde anlehnt, zu der es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen und Schweregraden gibt. Die Disziplin Reining nimmt eine Sonderstellung ein. Im Jahr 2000 wurde Reining durch die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) neben Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren, Distanzreiten als siebte Disziplin anerkannt. In Deutschland wird Reining vom Fachverband, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf, betreut.

Quadrillereiten:
So nennt man das koordinierte Reiten von verschiedenen Hufschlagfiguren mit einer Gruppe von Reitern. Dies wird gerne bei Shows wie u.a. den Hengstschauen der Landgestüte, Apassionata und auch in der Spanischen Hofreischule vorgeführt.

Polo:
Polo ist eine Mannschaftssportart zu Pferd, mit Ähnlichkeit zum Hockey. Die Spieler versuchen mit einem verlängerten Hockeyschläger einen Ball vom Pferd aus ins gegnerische Tor zu treiben. Dieser Sport wird z.B. in Argentinien proffesioneller betrieben als bei uns der Fußball.

Fahrsport:
Der Fahrsport ist das Fahren verschiedener Lektionen mit der Kutsche. Dies kann mit einem aber auch 2,4,6 und mehr Pferden vor der Kutsche erfolgen.

Dann gibt es noch die Bodenarbeit, eigentlich keine Reitweise!
Es ist das Arbeiten des Pferdes vom Boden aus, das heißt ohne zu Reiten. Hierzu gehören u.a. die Longenarbeit, Zirkuslektionen, Dominanztraining oder geöhnung an verschiedene Lektionen an der Reiterhand.

Ach ja Therapeutisches Reiten gibt es auch noch. Es ist ein Überbegriff für Heilpädagogisches Reiten als Arbeit mit Menschen mit psychischen und sozialen Problemen. Das Pferd hat im Schritt die gleichen Bewegungen, wie der Mensch, dabei dient Therapeutisches Reiten den Menschen, die nach einem Unfall, einer Erkrankung o.ä. nicht mehr aufrecht Gehen können es wieder zu erlernen.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
Gruß Markus
Sinikka
Hufauskratzer
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Verfasst am: 24.05.2009, 12:06    

Danke, das ist ja eine super Antowrt!
Na klar hast du mir weitergeholfen! Very Happy

Eine blöde Frage muss ich jetzt aber doch noch stellen: Was genau mache ich denn nun in meinem Reitunterricht? Embarassed
Fox
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 24.05.2009, 15:00    

Im Reitunterricht wird Dir sicher zuerst mal die Sprache,die es gilt zu erlernen um mit dem Pferd zu kommunizieren beigebracht,also hier nennt man es Hilfengebung.Außerdem vermittelt der Reitunterricht Dir das Gefühl mit der Bewegung des Pferdes zu harmonieren z.B. zügelunabhängiger Sitz.Das ganze dauert schon eine ganze Zeit lang.
Beigebracht werden sollte Dir auch ein theoretisches Wissen im Umgang mit dem Pferd und dem artspezifischen Verhalten....Fuchttier etc.
Es ist eine ganze Menge,die man sich aneignen muß bis man die Zusammenhänge versteht.
Du solltest Dir paralell Bücher leihen,kaufen wie auch immer um Dein theoretisches Wissen zu festigen.Ich kann Dir nur sagen,daß die Theorie das eine ist und die Praxis und Gefühl zum Reiten das andere und viel schwieriger zu erlernen...
Und noch etwas sei angemerkt....Für alle Reitweisen gilt als Basis das gleiche,daß man eine Harmonie mit dem Pferd erreicht und das ist höchste Kunst..

L.G.Fox
Sinikka
Hufauskratzer
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Verfasst am: 24.05.2009, 15:21    

Ja das könnte sein, dass wir das lernen. Momentan versuchen wir uns im Leichttraben ohne uns am Sattel festzukrallen und ohne vom Pferd zu fallen Wink

@Fox
Hast du mal ein paar Tipps, was Bücher angeht? Ich bin Buchhändlerin, sodass ich quasi an der Quelle sitze Laughing
Fox
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 24.05.2009, 15:39    

Hallo Sinikka, also es ist schon eine ganze Weile her, als ich angefangen habe und fertig bin ich bis heute noch nicht ... aber ich denke, daß mit der Balance habe ich schon im Griff.

Mir fallen auf Anhieb 2 Bücher ein: Balance in der Bewegung Autor fällt mir gerade nicht ein, aber das läßt sich gugeln und die Bücher von der FN und dazu gibt es auch gute Lehrfilme bzw. heute ja DVDs.

Die Bücher der FN dürfte Ausbildung von Reiter und Pferd sein(?)
oder Vorbereitung für den Basispaß, Reitabzeichen, Berittführer etc.

Wichtig ist aber vor allem die Kontinuierlität des Reitens, einmal pro Woche ist eigentlich zu wenig und ich weiß ja nicht wie alt du bist .... sorry fragt man eigentlich nicht! aber im Erwachsenenalter tut man sich schon schwerer, ich bin als Kind öfters mal bei Ausritten dabei gewesen und dann lange Jahre nicht mehr .. puh es war schwierig als fast 30 jährige das von der Koordination auf die Reihe zu bekommen ... alle die mit mir angefangen haben, reiten heute nicht mehr,es dauerte ihnen zu lange oder sie hatten ganz einfach Angst ....

Ich holte mir ein eigenes Pferd und da fing das Reiten erst richtig an,aber die Anfänge waren geprägt von Bauchweh....

L.G.Fox
Sinikka
Hufauskratzer
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Verfasst am: 24.05.2009, 15:51    

Danke für die Buchtipps!

Ich bin 25 Jahre alt und habe leider nur für einmal pro Woche Reitstunde Zeit. Ist auch ein Grund, weswegen ich mir auch ein eigenes Pferd zulegen möchte, mir fehlt allerdings noch das nötige Kleingeld...
Hätte ich ein eigenes, würde ich öfter mit dem Pferd arbeiten können. Naja, was nicht ist kann ja noch werden...
Hoffe es dauert nicht zu lang, bis daraus was wird Wink
Fox
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 24.05.2009, 16:12    

Wie lange reitest du schon und warst du sogenannter blutiger Anfänger?Ich bin 2 Jahre im Schulbetrieb geritten,bevor das eigene Pferd kam...und das hatte ich 17 Jahre lang und da er schwierig war,hat er mir das meiste beigebracht(vor allem Hand weg und zügelunabhängig reiten) sonst stand er auf 2 Füßen!Er war geprägt von harten Händen und hatte 8 jährig schon das Maul voller Narben.....
Wie gefällt dir die Reitschule und die Schulpferde dort wo Du reitest?Sind die Pferde gut ausgebildet für Anfänger?
Und tröste dich,ich bin auch nur 1x/Woche geritten und habe trotzdem durchgehalten..also hab Geduld mit dir und deinen Ansprüchen an dein Können

L.G. Fox
Sinikka
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Verfasst am: 24.05.2009, 16:27    

Ich hab nun gerade vier oder fünf Reitstunden hinter mir... Meine Cousine hat mir aber auch schon auf ihrem Pferd immer mal wieder was gezeigt. Aber ich würde mich dennoch als blutigen Anfänger bezeichnen.

Mir gefällt der Stall sehr gut, wo ich reite. Ob die Pferde gut ausgebildet sind kann ich nicht sagen. Woran könnte ich das erkennen?

Mit meiner Leistung bin ich eigentlich soweit ganz zufireden, wenn ich das nach so kurzer Zeit schon sagen kann. Ich fühle mich sicher im Sattel, in keiner weise unwohl und hab auch schon zwei dreimal mein Pferd wieder in den Griff bekommen, als es gallopieren wollte, was es aber gar nicht sollte. Naja einmal hat es sich erschreckt...

Also durchhalten werd ich bestimmt, ich wollte schon als Kind immer reiten lernen,war ein richtiger Traum und nun hab ich mir den selbst erfüllt, da werd ich nie wieder mit aufhören!
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