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Pferde & reiten - Befriedigung oder Spass?

 
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Esther
Hufauskratzer
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Verfasst am: 20.03.2009, 21:24    Pferde & reiten - Befriedigung oder Spass?

Die Faszination Pferd und Reiten begleitet mich schon das ganze Leben. Ich sehe das Pferd als Partner mit dem ich lache und weine, manchmal ärgerlich bin aber es auch gerne verwöhne.
Wenn ich in der Versammlung reite und er richtig im Rücken mitschwingt bin ich Schwerelos, wirklich Schwerelos, nicht auf einem Federkissen oder Gummiball- einfach schwebend. Es ist wunderschön und ob es nun anatomisch bedingt ist weil ich nicht auf den Füssen stehe oder ob es einfach die Glückshormone sind die dieses Gefühl bewirken ist mir eigentlich egal. Was mich aber immer mehr beschäftigt ist ob ich das Tier nicht „vergewaltige“. Kein Pferd würde doch von sich aus auf einen Reitplatz gehen und Lektionen aneinander reihen - arbeiten bis es schwitzt. Gibt es für das Pferd Freude, Befriedigung oder Spass am kommandiert werden?
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HuHn512
Fohlen
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Verfasst am: 20.03.2009, 23:29    

Man muss immer wieder im Kopf haben, dass das Pferd nicht zum reiten geboren wurde. Um es ganz kurz zu machen: Nein, es ist nicht schädlich für ein Reitpferd - eher im Gegenteil. Wir sitzen ja nicht auf den Rückenmuskeln, sondern auf dem Trapezmuskel. Erst wenn das Pferd den Rücken fest macht, sitzen wir auf dem Rückenmuskel und DAS wäre schädlich. Jedenfalls auf Dauer.
Sonst hast du Recht: Ein Wildpferd würde nie von sich selbst in relativer Aufrichtung gehen oder gar sich bis zur Piaffe versammeln, auch wenn das natürlich Bewegungen des Pferdes sind.

Zudem kommandieren wir Pferde nicht rum... du schreibst doch oben selbst, du siehst das Pferd als Partner - und andersherum soll es auch so sein, bzw da solltest du die Leitstute sein, der man vertrauen kann und mit der man alles machen kann bis uaf ärgern. Das ist kein Rumkommandieren. Oder kommandieren dich deine Freund auch rum? Wink
Yvonne
Pony
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Verfasst am: 21.03.2009, 19:35    

Naja, unsere heutigen Pferde sind zum Reiten gezüchtet worden. Insofern ist das - mal ganz platt ausgdrückt - ihr Job.

Wenn man das Pferd als Partner ansieht, und nicht nur als Sportgerät und Geldquelle, und wenn man die Pferde richtig reitet, dann finde ich nicht, dass Reiten Vergewaltigung des Pferdes ist. Natürlich ist es nicht immer einfach und Reiten funktioniert ja nicht immer so leicht (leider), aber dennoch denke ich, dass Reiten auch den Pferden Spaß machen kann. Viele Pferde haben einen Ehrgeiz, wollen ihrem Reiter, dem sie vertrauen, alles recht machen und geben sich viel Mühe dabei. Sie sind arbeitswillig und wollen Arbeit und Beschäftigung haben.
HuHn512
Fohlen
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Wohnort: 40822 Mettmann

Verfasst am: 21.03.2009, 20:39    

Yvonne hat Folgendes geschrieben:
Naja, unsere heutigen Pferde sind zum Reiten gezüchtet worden. Insofern ist das - mal ganz platt ausgdrückt - ihr Job.


Aber auch die haben den Trapezmuskel, der uns trägt nicht gegen den Rückenmuskel ersetzt - von der Anatomie her sind sie es immer noch nicht Wink Gezüchtet sind sie dafür - aber die Muskeln sind immer noch d,a wo sich auch vor 100 Jahren waren.
Alex87
Heuholer
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Verfasst am: 22.03.2009, 01:46    

HuHn512 hat Folgendes geschrieben:

Aber auch die haben den Trapezmuskel, der uns trägt nicht gegen den Rückenmuskel ersetzt - von der Anatomie her sind sie es immer noch nicht Wink Gezüchtet sind sie dafür - aber die Muskeln sind immer noch d,a wo sich auch vor 100 Jahren waren.


also,so ganz stimmt das auch nicht! das pferd trägt uns nicht mit dem Trapetzmuskeln. Genaugenommen trägt es uns mit dem Nackenstrang, bzw. den Oberhalsmuskeln! Diese kommunizieren zwischen den Hinterhaupt und der Dornfortsätzen des Widerrists. Kommt Zug auf diese Dornfortsätze richten sich die Wirbel und damit der Rücken auf! Wir sitzen zwar auf den Muskeln, aber wie der lange Rückenmuskel ist auch der Trapetzmuskel ein Bewegungsmuskel, der die Schulter nach oben oder nach vorne zieht. Er kann nur richtig arbeiten, wenn er unverkrampft ist! er zieht vom Nackenband zur Schulter.
Wir sitzen schon auf dem Rückenmuskel, aber auch er ist mit seinem Faserverlauf nicht in der Lage uns zu tragen!

Was uns also trägt ist ein Hebelsystem zwischen dem Hinterhaupt und dem Widerrist, dass die Brücke "Wirbelsäule" aufwölbt. Die Muskel müssen locker und unverkrampft bleiben damit sie ihre aufgabe erfüllen können! SIE TRAGEN UNS NICHT, wir sitzen nur drauf! Smile
Liebe Grüße,

Alex
Fox
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 22.03.2009, 17:41    

Hallo Alex,
sehr gut beschrieben und deshalb ist die Dehnungshaltung und das unverkrampfte Arbeiten des Nackenbandes so enorm wichtig beim Reiten-
kann man übrigens gut nachlesen in*Der Reiter formt das Pferd*
Und diese unverkrampfte Muskulatur ist auch für das Untertreten der Hinterhand zuständig ! Habe es sehr oft gelesen um es zu verstehen


L.G. Fox
nanni
Pony
Pony



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Verfasst am: 22.03.2009, 17:47    

wir können ja nicht abstreiten, dass wir uns das Pferd zu Untertan machen. Würden wir es nicht anbinden oder einsperren würde das Pferd sicherlich nicht an unserer Seite bleiben und wenn, dann nur aus dem Instikt "Futter".

Wir sehen das Pferde also als Partner aber das Pferde sieht uns natürlich nicht als Partner sondern als Fütterer, Ranghöheren oder was auch immer.

Da dies aber nunmal so ist, sollte man es dem Pferd natürlich so erträglich wie möglich machen.
Fox
Fohlen
Fohlen



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Wohnort: Mannheim

Verfasst am: 22.03.2009, 18:02    

Hallo Nanni,
würde es mal nicht als *untertan*sehen sondern als eine Mensch-Tierfreundschaft die im Respektieren der Bedürfnisse des Schwächeren liegen-Außerdem ist es im *Herdenverband*auch so ,daß jemand die Leitfunktion übernimmt und es um Anpassung geht-glaube das sieht das Pferd beim fairen Umgang ebenso.
Das ist wie mit Kindern-man sollte eine Resepektperson sein,aber sie sollten keine Angst haben denn dadurch vermittelt man Sicherheit.
Also d.h.man muß in jeder Situation im Umgang mit dem Pferd erst überlegen,dann handeln um nicht eigenes Fehlverhalten auf das Tier zu übertragen-
Und wenn wir von *reiner Natur* sprechen,dann dürften wir uns nie ein Pferd kaufen-denn die sieht egal wie wir es drehen und wenden doch anders aus!Ich denke wir müssen für beide Seiten das *Beste*daraus machen

L.G. Fox
Esther
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Verfasst am: 22.03.2009, 20:07    

Na ja grundsätzlich kommandiere ich das Pferd rum. Meine Hilfen sind Kommandos, das fängt beim holen und hinstellen an. Natürlich sind diese Kommandos positiv zu werten. Es ist unsere Kommunikation die den Umgang miteinander vereinfacht. Ok, was Kommandos betrifft kommt es nur meinerseits, ich achte aber immer auf seine Körpersprache ob ich nun reite oder nicht und so kann er sich mir auch mitteilen.
Hihihi, vielleicht sind wir Frauen uns da ja etwas mehr gewohnt keine verbalen Antworten zu erhalten.
Dein Vergleich zu einer Beziehung unter Menschen hat mir gute Überlegungs Very Happy anstösse gegeben. In einer Partnerschaft sind beide gleichberechtigt aber wir bleiben Individuen. Trotz der Unterschiede bereiten wir uns gegenseitig Freude. Ein Geben und Nehmen nach den persönlichen Stärken und Möglichkeiten.
aliwalia2
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Beiträge: 5
Wohnort: Wien

Verfasst am: 23.03.2010, 16:30    

ich überlege ich des öfteren, inwiefern das pferd spaß am zusammensein mit dem menschen und am reiten haben kann.

ich denke aber, ein pferd, das gesund ist, dem beim reiten nichts weh tut, das den reiter ohne schwierigkeiten tragen kann, dem vom reiter keine schmerzen zugefügt werden, kann schon spaß an der arbeit haben. pferde sind verschieden, manche springen gern, manche mögen dressur, sehr viele mögen ausritte Wink und so weiter. vielleicht vermenschliche ich die pferde zu sehr, aber wenn ich etwas leiste, und ich eine belohnung bekomme, weil ich es gut gemacht habe (zum beispiel ein lob vom chef oder eine gute note auf eine prüfung oder ein kompliment, ...) dann fühl ich mich total gut. ich denke, wenn ein pferd eine leistung erbringt und dann vom menschen gelobt wird (durch streicheln oder durch leckerlis ...), dann entwickelt es vielleicht auch glücksgefühle. es gibt pferde, die gern mitmachen, weil sie dafür was bekommen. ein gutes gefühl durch futter oder streicheleinheiten. das sind dann die, die mit gespitzen ohren am koppelzaum oder in der box stehen, wenn der mensch kommt. so stell ich mir das vor. Smile

wir menschen machen dinge doch auch gern, wenn wir dafür etwas schönes bekommen. wenn wir nichts bekommen, machen wir es zwar auch oft, aber dann nicht unbedingt gern. und wenn uns körperliche oder seelische schmerzen zugefügt werden, wollen wir nicht mitmachen oder uns zumindest nicht anstrengen, werden wütend oder haben angst.
ich glaub nicht, dass pferde so anders sind. Smile

aber wie gesagt, vielleicht bin ich eine doofe pferde-vermenschlichende reiterin.
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