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Isabell Werth sorgt für den nächsten Dopingfall

 
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Kaddi
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Anmeldedatum: 19.06.2009
Beiträge: 8
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 24.06.2009, 17:37    Isabell Werth sorgt für den nächsten Dopingfall

Der deutsche Reitsport muss einen weiteren herben Tiefschlag hinnehmen. Das Pferd der fünfmaligen Olympiasiegerin Isabell Werth wurde positiv auf Doping getestet. Beim Pfingstturnier in Wiesbaden konnten beim zehn Jahre alten Wallach Whisper in der A-Probe die verbotene Substanz Fluphenazine nachgewiesen werden.

"Ich bin erschüttert", sagte Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN): "Das ist eine Katastrophe für den Pferdesport." Auch Bundestrainer Holger Schmezer ist geschockt: "Ich bin erschrocken. Das verstehe ich nicht." Werth wird eine Öffnung der B-Probe beantragen. Der Weltverband FEI hat die Dressurreiterin bis auf Weiteres von allen Turnieren suspendiert und für den 25. Juni eine Anhörung angesetzt, in der das Tribunal entscheidet, ob es die vorläufige Suspendierung aufrecht erhält. Es droht eine zweijährige Sperre.

Quelle: web.de


Was sagt ihr dazu ? So viel ich weiß trainiert (oder hat trainiert ?) Isabell Werth ihre Pferd mit Hilfe der Rollkur, was ich schon total inakzeptabel finde, aber mit Doping hätte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet...
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Verfasst am:     Anzeige

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locke51
Mitglied
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Anmeldedatum: 23.02.2009
Beiträge: 32
Wohnort: BL Rheinland - Pfalz

BeitragVerfasst am: 24.06.2009, 20:32    Dopingfall Werth

Hi ...

verwundert bin ich nicht, wenn ich ehrlich bin ! Embarassed Arrow Exclamation

Locke51
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locke51
Mitglied
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Anmeldedatum: 23.02.2009
Beiträge: 32
Wohnort: BL Rheinland - Pfalz

BeitragVerfasst am: 25.06.2009, 19:03    Isabell Werth

Hi ..

muss noch wa sagen!
Jetzt verzichtet Sie auf die Öffnung der B - Probe und sagt Entschuldigung ! Dopingsumpf !

locke51
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Maggy
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Anmeldedatum: 29.05.2009
Beiträge: 33
Wohnort: Elmenhorst

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 10:20    Dopingfall Isabell Werth

... nein, auch ich bin nicht wirklich verwundert über die Tatsache als solche und all die Betroffenheitsäußerungen der Funktionäre kann ich persönlich nicht wirklich ernst nehmen.

Meine Meinung?
Ich bin der Meinung, dass wir uns nur anzusehen brauchen, wieviele Pferde in jungen Jahren, wenn sie noch gar nicht wirklich ausgereift sind, in der Öffentlichkeit Grand Prix laufen und hier sehen wir wohl nur einen ganz geringen Teil der Pferde, die es bis dorthin "schaffen", ohne vorher physisch oder psychisch aufgerieben worden zu sein.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Pferde vorher schon hinter verschlossenen Türen verschlissen worden sind, noch bevor sie der Öffentlichkeit überhaupt vorgestellt werden können. Wer kann denn ernsthaft daran glauben, dass die uns bekannten Dressurpferde auf ehrliche Art und Weise ihrem Alter und Ihrer Entwicklung entsprechend ausgebildet worden sind? Dopingfälle wie der jüngste, sind meiner Vermutung nach eh nur die Spitze des Eisberges.

LG
Maggy
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Equiaktuell
Mitglied
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Anmeldedatum: 15.03.2009
Beiträge: 56
Wohnort: Senden

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 11:22    

Stellungnahme von Isabell vom 24.06.2009

Gestern informierte mich die FN darüber, dass bei meinem Pferd Whisper anlässlich der Medikationskontrolle vom 30. Mai 2009 am Internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden – Kleine Tour/St. Georg - Restspuren der Wirksubstanz FLUPHENAZINE gefunden wurden.
Es ist mir deshalb ein Anliegen, die Öffentlichkeit - ergänzend zur FN-Mitteilung vom 24. Juni 2009 - persönlich über die Hintergründe dieser Angelegenheit zu informieren.

Whisper leidet am sog. SHIVERING SYNDROM, zu Deutsch "Zitterkrankheit" genannt. Es handelt sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Gleichgewichtsstörungen auslöst, wenn das Pferd - wie zum Beispiel beim Beschlagen, Bandagieren und Putzen - längere Zeit auf nur 3 Beinen stehen kann. Das Pferd beginnt dann aus Unsicherheit zu "zittern" und macht unkontrollierte Ausfallschritte, da es glaubt, das Gleichgewicht zu verlieren und "umzufallen". Diese Krankheit ist zwar nicht schmerzhaft, und sie schränkt auch die Sporttauglichkeit des Pferdes nicht ein, aber sie bewirkt wegen der unkontrollierten Ausfallschritte eine erhöhte Verletzungsgefahr für die am Pferd arbeitenden Personen (Schmid, Pfleger, Reiter).

Ich habe mich deshalb bei meinem Tierarzt Dr. Hans Stihl (SUI) erkundigt, ob und wie man dieses Shivering Syndrom behandeln kann. Dr. Stihl erklärte mir, dass es bis heute kein Medikament gibt, mit dem sich die Krankheit vollständig heilen läßt, dass aber mehrere von ihm behandelte Pferde gut auf das Medikament MODECATE angesprochen hätten. Dieses Medikament enthält die Wirksubstanz FLUPHENAZINE. Wir haben Whisper daraufhin am 16. Mai 2009 einmalig mit diesem Medikament behandelt, um herauszufinden, ob er auf dieses Medikament anspricht. Dies war der Fall, denn das Zittern wurde schwächer und es gab deutlich weniger unkontrollierte Ausfallschritte beim Beinanheben.

Auf meine Frage nach der Absetzdauer sagte mir Dr. Stihl, dass nach seiner bisherigen Erfahrung 6 Tage reichen, dass man aber nie ganz sicher sein könne. Deshalb haben wir uns aus Sicherheitsüberlegungen dazu entschlossen, Whisper erstmals wieder am 30. Mai 2009 am Turnier in Wiesbaden einzusetzen. Diese Entscheidung habe ich nach bestem Wissen und Gewissen getroffen. Trotzdem hat nun das Dopinglabor der FEI Restspuren des besagten Wirkstoffes festgestellt. Der Grund dafür könnte sein, dass das Labor eine neue Analysemethode angewendet hat.

Die FEI hat nun eine sofortige Sperre gegen mich verhängt, wie dies das geltende Reglement in solchen Fällen zwingend vorschreibt. Dass nur noch unwirksame Restspuren des verabreichten Medikamentes nachweisbar waren, spielt nach dem geltenden Reglement keine Rolle. Ich bedaure den Vorfall zutiefst, war aber der Überzeugung, korrekt gehandelt zu haben und wünsche mir, dass das Reglement möglichst rasch so überarbeitet wird, dass sinnvolle medizinische Behandlungen bei Sportpferden möglich werden, ohne dass man deswegen lange Sperren riskiert, weil sich die Absetzzeiten wegen laufend neuer Analysemethoden ständig verändern und im doppelten Sinn des Wortes "unberechenbar" werden.

Ich bin mir bewusst, dass ich zu Zweifeln an der Redlichkeit und Sauberkeit meiner Person und unseres Sports Anlass gegeben habe. Ich entschuldige mich auf diesem Wege bei allen, die dem Reitsport und mir verbunden sind. Selbstverständlich werde ich alles tun, um an der Aufklärung der noch eventuell verbleibenden Fragen mitzuwirken.

gez.:Isabell Werth

Quelle:www.isabell-werth.com/Equiaktuell.de

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Maggy
Mitglied
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Anmeldedatum: 29.05.2009
Beiträge: 33
Wohnort: Elmenhorst

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 16:22    

Vielen Dank für diese Info!

Sicherlich muß jeder bekannte Einzelfall auch als solcher betrachtet werden. Ganz bestimmt ist das Pferd wohl in bester medizinischer Absicht und zu seinem Wohle vom TA behandelt worden, das unterstelle ich einfach mal.
Warum aber sollen das Reglement und die Untersuchungsmethoden den Zu- bzw. Umständen angepaßt werden und nicht umgekehrt? Wo fängt das Ganze an und wo hört es auf? Das ist eine sehr schwer zu beantwortende Frage...ich habe dafür auch keine Lösung.

Meine grundsätzliche Einstellung ändert sich dadurch allerdings nicht.

LG
Maggy
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Summer
Mitglied
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Anmeldedatum: 25.02.2009
Beiträge: 23
Wohnort: Landstuhl

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 20:09    

Maggy hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank für diese Info!
Sicherlich muß jeder bekannte Einzelfall auch als solcher betrachtet werden. Ganz bestimmt ist das Pferd wohl in bester medizinischer Absicht und zu seinem Wohle vom TA behandelt worden, das unterstelle ich einfach mal.


Mit einem Neuroleptikum, das für Pferde gar nicht zugelassen ist und beim Menschen zur Behandlung von Psychosen, Halluzinationen, Persönlichkeitsstörungen und zur Normalisierung "krankhaft gesteigerte Stimmungszustände" eingesetzt wird? Shocked
Dieses Medikament hat viele und schwerwiegende Nebenwirkungen (unter anderem löst es sehr häufig Muskelkrämpfe und Muskelzittern aus... super Idee, beim "Shivering Syndrome")

Da kann ich ehrlichgesagt nicht mehr an guten Willen glauben.
Den Schaden, den Frau Werth hier angerichtet hat (und damit meine ich nicht den Schaden am Pferd sondern den am Reitsport) wird sie kaum jemals wieder gutmachen können.
Bei solchen Geschichten setzt bei mir spontan der "Fremdschäm-Mechanismus" ein... Embarassed Rolling Eyes
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Maggy
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 29.05.2009
Beiträge: 33
Wohnort: Elmenhorst

BeitragVerfasst am: 27.06.2009, 15:35    

Hallo Summer,

ich bin entsetzt, wenn ich lese, was Du geschrieben hast. Mir fehlen die Worte und ich kann nun auch nicht mehr an die besten Absichten glauben...
Ich kann mich Dir nur anschließen und ich schäme mich nicht nur stellvertretend für alle, die dem Reitsport und den Pferden aufgrund derartiger (und einiger anderer) Vorkommnisse schaden, ich bin furchtbar wütend und könnte aus der Haut fahren. Wohin ist die Menschheit nur gekommen? Kein Respekt mehr vor gar nichts....ein Trauerspiel!
War es das wert(h)?

LG
Maggy
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locke51
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 23.02.2009
Beiträge: 32
Wohnort: BL Rheinland - Pfalz

BeitragVerfasst am: 27.06.2009, 16:08    Dressurreiterei Isabell Werth

Hi ..

ja wirklich, wie weit ist das gekommen. Ein sehr gutes Wortspiel .. war es das wert ( h ) ! Embarassed Embarassed Exclamation Exclamation Exclamation

Ich bin sicher, da kommt noch mehr. Es war nur die Spitze des Eisberges. Je besser die Untersuchungsmethoden werden, je mehr kann man " einfangen " und sperren !.

Grüße
locke51
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Maggy
Mitglied
Mitglied



Anmeldedatum: 29.05.2009
Beiträge: 33
Wohnort: Elmenhorst

BeitragVerfasst am: 27.06.2009, 18:31    Dopingfall Werth

Hallo zusammen,

Ich erinnere mich an die Worte meiner Eltern, wenn ich mal wieder irgendetwas angestellt habe, was vorher verboten wurde: "Strafe muß sein", haben sie dann immer gesagt und ich hatte die Konsequenzen meines Tuns zu tragen.

Will sagen:
Ich kann nur hoffen, genau wie Du, locke51, dass alle " Übeltäter " ebenfalls die Verantwortung nicht einfach weiterreichen können und die Konsequenzen selbst zu tragen haben. Eine Entschuldigung allein reicht nicht aus, um dann fröhlich dort weiter zu machen, wo man vorher aufgehört hat. Leider wird eben auch der Reitsport vom Geld beherrscht und der Mensch war schon immer anfällig für Habgier ... nur sind hier eben keine Tennisschläger im Einsatz, sondern Lebewesen, für die der Mensch Verantwortung zu tragen hat.

Ich denke, wenn er - der Mensch - diese Verantwortung dazu mißbraucht, seine Schutzbefohlenen zu Geldmaschinen zu degradieren, ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

LG
Maggy
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