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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
30.07.2009, 18:32 Hufrollenentzündung und Schale |
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Hallo Ihr Lieben,
leider ist bei meinem Pferd vor kurzem Schale und HRE diagnostiziert worden. Ich habe den Huf vorne rechts röntgen lassen (digital). Zu sehen waren geschlossene arthrothische Zubildungen am Kronbein (vorne) und eine kleinere am Fesselbein direkt am Sehnenansatz (hinten). Dazu sah man sehr deutlich fünf Strahlbeinkanäle.
Der TA vermutete hinter den Kanälen eine HRE, auch aufgrund der lange andauernden Lahmheit und Lahmheitscharakteristik. Nun habe ich allerdings schon gelesen, dass diese Kanäle nicht zwingend HRE-typisch sein müssen. Auch konnte nicht genau gesagt werden, ob die Arthrose oder die HRE die größeren Schmerzen verursacht. Dazu muss ich sagen, dass mein Pferd bereits vor dem Röntgen quasi testweise einen zurückgelegten Beschlag bekommen hat und damit so fantastisch wie bisher noch nie gelaufen ist, zumindest im Schritt. Deshalb vermute ich, dass der Befund HRE schon richtig ist, auch rückblickend wegen der Gänge und kurzfristigen Lahmheitsprobleme der letzten Jahre.
Mir ist klar, dass beide Erkrankungen unheilbar sind. Deshalb habe ich von weiteren diagnostischen Maßnahmen in der Klinik Abstand genommen. Nun stellt sich für mich die Frage, was es womöglich noch für alternative "Heilmethoden" gibt, die Linderung verschaffen. Mein Pferd bekommt jetzt jeden Tag Zeel, nächste Woche ist Schmiedtermin. Da bekommt er zusätzlich ein Polster vorne drunter. Ich hoffe natürlich, dass der Beschlag eine Lahmfreiheit oder zumindest eine deutliche Besserung bringt.
Ich habe gelesen, dass bei einigen Pferden eine Stoßwellentherapie gut angeschlagen hat. Und dass man eine Blutegeltherapie bei der Arthrose versuchen kann. Gibt es noch mehr Methoden, die helfen könnten ?
Viele Grüße
Thokka
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Yvonne Pony


Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 176 Wohnort: Göttingen
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| Verfasst am:
01.08.2009, 13:13 |
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Bei Arthrosepferden ist vor allem regelmäßige, gleichmäßige Bewegung angebracht. D.h. am Besten Offenstallhaltung oder Laufbox und Weide, damit das Pferd sich immer bewegen kann. Ansonsten kommen Arthrosepferde morgens steif aus der Box und müssen sich einlaufen.
Beim Reiten solltest Du darauf achten, dass Du mindestens 20 Minuten Schritt gehst.
Bezüglich der Hufrollenentzündung: die "Hufrolle" bzw. der gesamte Strahlbeinapparat ist ein großer Komplex. Wo genau das Problem sitzt, kann man oft nur mit weitgreifenden Diagnostiken (wie z.B. MRT) feststellen. Da sind so viele kleine Bänder, Knochen, etc. Kanäle soin doft vorhanden, auch ohne dass ein Pferd Beschwerden hat. Ob das letztendlich der Auslöser der Lahmheit ist, wird man schwer feststellen können. Bei Erkrankungen an der Hufrolle bzw. am Strahlbeinapparat ist aber ein Beschlag z.B. mit St.Croix-Eisen (Eventer), weit zurückgelegt günstig. Dadurch und mit einer guten Zehenrichtung erreicht man einen günstigen Abrollpunkt am Vorderhuf, was den Strahlbeinkomplex entlastet. Mein Pony hat auf der Hufrolle Röntgenklasse III, läuft aber bislang problemlos. Nachdem der Schmied sich die Röntgenbilder angeschaut hat, wird der Kleine aber mit Eventern + Luwex-Platte und Luwex M9-Polster beschlagen. Seitdem läuft er völlig problemlos.
Ansonsten kannst Du mal nach "Iwest" googeln. Iwest stellt Zusatzfuttermittel für alle möglichen Probleme her und berät sehr gut. Mein Großer hat bei seinem Sehnenschaden Iwest-Produkte bekommen und auch mein Pony hat eine Kur bekommen für die Hufrolle.
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
09.08.2009, 18:43 |
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Hallo Yvonne,
Bewegung hat mein Pferd genug, denke ich. Er steht in einem Bewegungsstall und ist quasi rund um die Uhr unterwegs.
Reiten geht gar nicht, weil er nach wie vor lahmt. Leider konnte nicht herausgefunden werden, ob die Schale oder die HRE die schmerzhaftere Erkrankung ist.
Ich kenne mich in dem Bereich nicht wirklich gut aus. Mein Schmied meinte, die Schale sei schmerzhafter, weil Beugeproben bezüglich der Hufrolle negativ waren. Nun hat mein Pferd ein weit zurückgelegtes Eisen mit Kunststoffkeil bekommen. Mein Pferd tritt nun kürzer, rollt noch schneller über die Zehe ab, scheint damit aber nicht so gut klarzukommen. Allerdings scheint er auch ein klein bisschen weniger damit zu lahmen und trabt etwas länger. Was soll ich nun machen ?
Zuvor hatte er schon ein weit zurückgelegtes Eisen ohne Keil und war spätestens im Trab massiv lahm, dass er von sich aus fast nur Schritt ging.
Ich mit meinem Unwissen stehe jetzt ein wenig zwischen den "Fronten", weil es natürlich mehrere mit unterschiedlicher Meinung gibt. Letztendlich zeigt mir mein Pferd, obs besser wird oder nicht. Mit diesem Keil läuft er jetzt 10 Tage. Wie lange sollte ich noch warten oder ist der Beschlag generell ungeeignet ?
Viele Grüße
Thokka
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Yvonne Pony


Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 176 Wohnort: Göttingen
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| Verfasst am:
09.08.2009, 20:47 |
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Wie habt ihr denn bislang diagnostiziert? Nur mit Beugeprobe? Ich würde dann ansonsten mal eine Leitungsanästhesie machen, also das Bein von unten nach oben abspritzen, um zu schauen, von wo die Lahmhiet kommt. Bzw. auch von welchem Bein, wenn mehrere betroffen sind.
Ansonsten muss das Pferd nicht zwingen dmit einem neuen Beschlag besser laufen, sofern noch eine Entzündung akut vorhanden ist. Die muss erst raus. Gebt ihr Entzündungshemmer (Equi z.B.)?
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
09.08.2009, 22:26 |
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Erst "Stall"-Tierarzt:
reine Beugeprobe (negativ) und Metacam über ca eine Woche, dazu neuer Beschlag mit weit zurückgelegtem Eisen, das Lahmen wurde besser, dann ca. 2-3 Wochen nach Ende des Metacams wieder viel schlimmer.
Dazu Chiropraktikerin:
keine Rückenprobleme, ebenfalls Beugeprobe mit negativer Diagnose.
Als Drittes wieder eine Tierärztin:
Beugeprobe, wieder negativ, Röntgenbilder mit Schalebefund und Kanälen im Strahlbein mit HRE-Vermutung.
Ich hoffe, Du kannst das nachvollziehen. Ich musste erst einmal selbst in mich gehen und alles rekapitulieren.
Kann man eine Leitungsanästhesie auch im Stall machen ? Ich kann mit meinem Pferd schlecht wegfahren, es würde zur Not aber gehen.
Equipalazone ist entzündungshemmend und schmerzstillend, oder ? Ich wollte ungern ein schmerzstillendes Medikament geben, auch wenn es vielleicht gemein klingt. Nicht, dass mein Großer wieder ohne Probleme läuft bzw. den Restschmerz einfach ausblendet und munter über die Koppel tobt. Das würde ich ihm locker zutrauen und es wäre für die Schale und HRE sicher nicht so förderlich, oder ?
Er bekommt Zeel, das ist ein homöopathisches Medikament gegen Arthrose. Er soll es jeden Tag kriegen. Ich musste zeitlich ein Mal aussetzen und hatte am nächsten Tag das Gefühl, dass er etwas klammer ging. Kann aber auch Einbildung gewesen sein...
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Yvonne Pony


Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 176 Wohnort: Göttingen
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| Verfasst am:
10.08.2009, 21:06 |
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Wir haben Leitungsanästhesie auch schon am Stall gemacht. Ist kein Problem, wenn es eine geignete Vortrabstrecke gibt und das Pferd gut steht.
Equipalazone ist schmerzstillend und entzündungshemmend - ihr habt das ja mit Metacam aber schon ausprobiert. Dass die Lahmhiet ohne Metacam wieder schlimmer wurde, ist doch auch ein Zeichen, dass da noch eine Entzündung vorhanden ist. Und da denke ich halt, wenn eine akute Entzündung da ist, dann muss dieser Prozess erstmal unterbrochen/beendet werden.
Was meint denn Dein TA dazu? Hat der (oder sie?) noch andere Therapievorschläge?
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Maggy Fohlen

Anmeldedatum: 29.05.2009 Beiträge: 67 Wohnort: Elmenhorst
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| Verfasst am:
11.08.2009, 09:52 |
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Hallo zusammen,
ich kann mich Yvonne nur anschließen, zunächst die akute Entzündung, die ja vorhanden zu sein scheint, ausheilen zu lassen. Ich selbst halte von schmerzstillenden Mitteln auch nicht allzu viel. Nicht, weil ich mein Pferd gerne quäle, sondern weil ich weiß, daß auch mein Pferd, wenn es keine Schmerzen verspürt,herumtobt und das für den Heilungsprozeß nicht gerade förderlich ist. Ansonsten gibt es viele Mittel, die unterstützend bei Arthrose verabreicht werden können und einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden des Pferdes haben. Zeel ist schon mal ne gute Sache. Ingwer soll auch helfen, damit hat eine Stallkollegin ihr Pferd unterstützt und es hat gut gewirkt. Ich selbst habe mit "Alvitan" sehr gute Erfahrungen gemacht. Ist beim TA erhältlich, kostet zwar ein Schweinegeld, aber was tut man nicht alles...ich glaube, jeder muß selbst herausfinden, was für sein/ihr Pferd das beste Mittlel ist, weil ich vermute, daß jeder Organismus anders auf diverse Mittel reagiert.
LG
Maggy
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
11.08.2009, 11:55 |
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Ich hatte die Tierärztin noch mal wegen der Leitungsanästhesie angesprochen. Sie würde es lieber in der Klinik machen, nur wenns gar nicht anders geht, macht sie es auch im Stall.
Ich habe mich mit Iwest in Verbindung gesetzt. Die schicken mir Futterproben ihrer Produkte. Wenn mein Pferd die ohne Probleme frisst, wurde mir von Iwest angeraten, erst einmal Magnoflexal zu geben, um die akuten Entzündungsvorgänge zu beenden. Ich hoffe, dass ich spätestens nächste Woche damit anfangen kann.
Dann wollte ich baldmöglichst eine Blutegeltherapie anfangen, weil ich gehört habe, dass der Blutegelspeichel entzündungshemmend wirkt. Bei Arthrose gibt es wohl sehr gute Resultate, vielleicht bringt es auch bei der HRE etwas.
Ansonsten muss ich sagen, dass ich wenig Therapievorschläge bekommen habe, außer zunächst den Beschlag zu modifizieren. Ich kann aber die "Stall"-Tierärztin noch mal anrufen und nach Mitteln gegen die Entzündung fragen. Vielleicht weiß sie noch Rat.
Zumindest scheint der jetzige Beschlag wieder etwas Besserung zu bringen. Die Keile wirken wohl entlastend, auch wenn mein Pferd jetzt generell kürzer tritt. Aber er scheint sich langsam mit den Eisen einzulaufen. Ich werde es noch ein bis zwei Wochen beobachten. Im Trab ist immer noch eine Lahmheit zu erkennen, aber nicht mehr so extrem wie vorher ohne Keile.
Viele Grüße
Thokka
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
23.08.2009, 20:09 |
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Zum jetzigen Stand der Dinge:
Ich habe in den letzten Tage reihenweise Bücher, Artikel uä. über HRE verschlungen. Ich bin zu dem Schluss gekommen bzw. habe es so verstanden, dass alle Möglichkeiten des Beschlages im Grunde dazu führen, den Huf immer schmerzunempfindlicher zu machen, in dem die Blutpumpe geschwächt bzw. unterbrochen wird.
Allerdings wird von Tierärzten vermutet, dass genau das, nämlich eine verminderte Blutversorgung im Huf, mit zur HRE führt. Es ist wohl nicht die alleinige Ursache, aber wohl eine recht wahrscheinliche. Dazu kommt, dass durch einen HRE-Beschlag die Trachten wohl arg in Mitleidenschaft gezogen werden, so dass der Beschlag nur über einen kurzen Zeitraum zur völligen Schmerzfreiheit führt.
Da ich weder TA noch Schmied bin, kann ich keine Stellung zu meinen Erkenntnissen nehmen, ob es nun richtig ist oder nicht. Aber die Ausführungen fand ich sehr interessant und nachvollziehbar und logisch aufgebaut.
Desweiteren habe ich gelesen, dass in vielen Fällen, in denen die HRE nicht eindeutig diagnostiziert war, eine Schmerzfreiheit durch Barhuflaufen herbeigeführt werden konnte. Hat jemand von Euch damit Erfahrungen gemacht ? Oder vielleicht von einem ähnlichen Fall gehört ? Ich bin nämlich ganz arg am überlegen, ob ich diesen Schritt wagen soll. Mein Pferd lief die ersten neun Jahre seines Lebens schon ohne Eisen. Einen Versuch wäre es vielleicht wert. Wie seht Ihr das ?
Viele Grüße
Thokka
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Alex87 Heuholer

Anmeldedatum: 23.02.2009 Beiträge: 44 Wohnort: Hassloch
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| Verfasst am:
23.08.2009, 22:33 |
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Hi,
Also ich muss dir sagen, dass es bei HRE ungefähr tausend möglichkeiten gibt...wie wirksam diese sind hängt vom pferd, der schwere der erkrankung, der haltungsart, der belastung usw. ab. ich glaube bei keiner anderen erkrankung gibt es so viele verschiedene mittel, wie bei HRE. leider muss ich auch sagen, dass das wohl daher führt, dass viele leute nicht wahrhaben wollen, dass es keine "Heilung" gibt. HRE ist eine degenerative erkrankung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. meistens ist der schaden schon ziemlich gross, bis man feststellt, dass ein problem vorliegt.
Ich denke mal, du solltest einfach ausprobieren, was deinem Pferd gut tut...obwohl ich das vorher mit dem TA absprechen würde. ich kann dir keine geheimmittelchen oder sicherere Therapien nennen...ich kenne keine die 100% wirkt. Es kommt wie gesagt immer auf mehrere Faktoren an.
Natürlich ist ein beschlag, der dauerhaft die last von der hufrolle nimmt auf dauer belastend für sie anderen teile des fußes (fesselträger, beugesehnen, trachen, usw.). irgendwo muss die last ja getragen werden. Es ist wie, wenn man sich das bein bricht und auf krücken läuft. es kann vorkommen, dass man als folge eine knieentzündung im anderen bein bekommt wegen überbelastung. ist jetzt ein krasses beispiel, aber ich denke das prinzip wird dadurch klar.
man muss abwägen, welches problem primär behandelt werden sollte und prüfen ob eventuell schon schäden an anderen Systemen im Huf vorliegen, die durch eine stellungsänderungen massiven schaden nehmen oder gar zerstört werden könnten...in diesem fall käm man vom regen in die traufe.
sprich dich mit deinem tierarzt ab, was du vorhast und wenn der sein OK gibt, kannst du nur noch ausprobieren ob's hilft.
Tut mir leid, dass ich so pessimistisch klinge, aber HRE ist ein Miststück, was die behandlung angeht.
Viel erfolg noch und halt uns auf dem laufenden, ob etwas anschlägt.
Lieben Gruss,
Alex
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
09.09.2009, 13:47 |
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Hallo Alex,
ja, Recht hast Du. Ich habe schon viele Leute gefragt und fast immer unterschiedliche Meinungen bekommen. Da einen Weg für sich zu finden, den man guten Gewissens einschlagen kann, ist sehr schwer, gerade weil man nie einschätzen kann, ob es durch irgendwelche Behandlungen doch schlimmer wird.
Das es keine Heilung gibt, ist mir bewusst. Aber bei vielen Therapien steht oft nur im Vordergrund, das Pferd wieder reit- und belastbar zu machen. Und im Grunde möchte ich das nicht, also das Pferd wieder in die Nutzung nehmen. Mein Großer soll bloß halbwegs schmerzfrei auf der Koppel laufen.
Ich hatte nun heute noch einen Termin mit einem weiteren Tierarzt und bin für mich zu folgendem Schluss gekommen:
Ich gebe seit ungefähr 3 Wochen Magnopodo von iWest und seit 6 Wochen Zeel. Mein Pferd läuft seit 5 Wochen mit zurückgelegten Eisen und Kunststoffkeilen. Seit ungefähr 5 Tagen läuft er lahmfrei.
Beim nächsten Schmiedtermin sollen zunächst die Keile wieder weg, weil mir von Keilen definitiv abgeraten wurde. Dann möchte ich meinen Schmied fragen, ob man Eiereisen versuchen kann. Diese Eisen sollen wiederum die Trachten und gleichzeitig die Beugesehne entlasten. Hinten sollen die Eisen ganz runter. Dann werde ich beobachten, wie mein Pferd läuft, ob es wieder schlimmer wird oder so bleibt. Vom Barhuflaufen wurde mir vom TA abgeraten, weil man mit Eisen mehr Möglichkeiten der Stellungsänderung habe, womit er ja nicht unrecht hat.
Trotzdem versuche ich nach wie vor, einen Termin beim Huforthopäden oder guten Barhufpfleger zu bekommen, um deren Einschätzung zu den Hufen zu hören. Leider gibt es in Schleswig-Holstein keine große Auswahl und alle gefundenen HOs etc sind überlastet und nehmen keine Neukunden auf.
Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden und berichte, wie es sich entwickelt.
Viele Grüße
Thokka
PS: Falls jemand von Euch Interesse hat, die Röntgenbilder oder die Huffotos zu sehen, kann ich mal schauen, ob ich die Bilder hochlade oder Euch dann per Mail zusende.
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Alex87 Heuholer

Anmeldedatum: 23.02.2009 Beiträge: 44 Wohnort: Hassloch
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| Verfasst am:
09.09.2009, 14:13 |
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hi!
ich mehr als das, was du gerade tust kann man nicht machen. ich finde es gut, dass du nicht versucht dein Pferd symptomatisch zu behandeln um es wieder belastbar zu machen. Drogen rein und wieder rauf in den Sattel halte ich nicht gerade gut.
ich hätte durchaus interesse mir die Bilder anzusehen. Wenn du magst kannst du sie mir per Mail schicken (alexandra_mellert@web.de).
Viel Erfolg noch bei der Behandlung!
Liebe Grüße,
Alex
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Yvonne Pony


Anmeldedatum: 21.03.2009 Beiträge: 176 Wohnort: Göttingen
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| Verfasst am:
09.09.2009, 18:22 |
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Ich finde Deine Maßnahmen hören sich gut an. Und es scheint ja auch erste Erfolge zu geben.
Ich wäre auch an Fotos interessiert.
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Thokka Fohlen


Anmeldedatum: 21.05.2009 Beiträge: 97 Wohnort: Kiel
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| Verfasst am:
25.09.2009, 10:47 |
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Ich habe wieder ein paar Neuigkeiten, falls es Euch interessiert :)
Vor ein paar Tagen war ja der Schmied da.
Also:
Vorne sind wir erst einmal weiterhin bei Keilen geblieben, weil die Achse Huf-Fessel nicht ganz stimmt. Allerdings sind die Keile nicht mehr aus Kunststoff, sondern von unten an die Eisen angeschweißt. Aus dem Grund, weil der Strahl vorne rechts so stark wächst, dass der Steg der Keilplatte zwischen den Eisenenden auf den Strahl drückt. Wahrscheinlich war das auch die Ursache für die Restlahmheit.
Wegen des Strahls fallen auch andere Möglichkeiten weg, Eiereisen oder Stege. Das würde den Strahl zu sehr einengen und früher oder später drücken. Jetzt ist der Strahl frei, die Eisen sind noch weiter zurückgelegt als vorher.
So wie es aussieht, ist mein Großer auch weiterhin lahmfrei. Allerdings läuft er ein bisschen "staksig", also er hebt die Hufe vorne viel höher. Ich schätze, das hängt mit den aufgeschweißten Keilen an den Hufen zusammen. Da wird er sich erst einmal dran gewöhnen müssen.
Hinten haben wir die Eisen abgelassen und bis jetzt sind keine Probleme aufgetreten.
Wenn er weiterhin so gut läuft, kann es sein, dass wir in ein oder zwei Beschlagsperioden wieder auf normale Eisen umsteigen, also ohne Keile. Mein Schmied sagte, dass durch die Keile die Trachten stärker belastet werden und die Gefahr da ist, dass sich untergeschobene und eingerollte Trachten entwickeln. Deswegen also die Keile nur kurzfristig das Mittel der Wahl.
Dann fragte ich wieder nach Barhufumstellung. Der Schmied meinte, die kürzeren Trachten entstehen bei meinem Pferd auch durch die Fehlstellung, weil er schon "falsch" auffußt. Deshalb lehnt er eine Umstellung ab.
Ich glaube, das wars erst einmal.
Viele Grüße
Thokka :)
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Maggy Fohlen

Anmeldedatum: 29.05.2009 Beiträge: 67 Wohnort: Elmenhorst
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| Verfasst am:
27.09.2009, 10:16 |
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Hallo Thokka,
ich freue mich ganz besonders, eine so positive Nachricht von Dir und Deinem Pferd zu lesen!
Euch beiden weiterhin alles Glück und weiterhin so gute Erfolge...
LG
Maggy
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