Verfasst am:
10.11.2009, 13:41 Galopphilfe - die wichtige Parade am äußeren Zügel
Um das Pferd aus dem Schritt oder Trab anzugaloppieren, benötigen wir die Galopphilfe. Sie besteht aus Schenkel-, Zügel- und Gewichtshilfen die gemeisam gegeben werden.
Das innere Bein liegt vortreibend am Sattelgurt, die Gewichtsverlagerung nach innen wird durch die tiefe Lage des gleichseitigen Knies erreicht. Hierdurch wird zusätzlich die innere Hüfte nach vorne geschoben. Der äußere Schenkel liegt verwahrend zurück und verhindert ein ausfallen des äußeren Hinterbeins. Bei leichter Innenstellung wird nun die Parade am äußeren Zügel gegeben. Warum?
Betrachten wir die Fußfolge im Galopp. Der Galopp ist ein Dreitakt mit fünf Stütz- und einer Schwebephase.
Zuerst wird das gesamte Gewicht von Pferd und Reiter vom äußeren Hinterbein alleine getragen und nach vorne bewegt. Dann folgt eine Dreibeinstütze, äußeres Hinterbein gemeinsam mit der inneren Diagonalen, danach die innere Diagonale alleine. Anschließend fußt das innere Vorderbein mit auf, eine erneute Dreibeinstütze. Das innere Vorderbein alleine beendet die Stützphasen und leitet die Schwebephase ein.
Die wichtige Parade am äußeren Zügel veranlasst das Pferd nun mit dem gleichseitigen Hinterbein mehr Last aufzunehmen. Im Idealfall kommt es zu einer vermehrten Hankenbeugung, aus der eine enorme Kraft entsteht. Aus dieser Kraft heraus ist das Pferd in der Lage störungsfrei und taktrein in den Galopp wechseln.
Ohne die Parade bleibt das angaloppieren meist matt und flach.