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Ein hoffnungsloser Fall?

 
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moncherie
Hufauskratzer
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Verfasst am: 09.07.2012, 13:14    Ein hoffnungsloser Fall?

Hey hey. Ich glaube/vermute, dass reiten einfach nicht "meins" ist.
Mit 12 hatte ich meine ersten Longestunden. Dazu muss man sagen, dass ich mehr hatte als andere Kinder, da ich mich eben sehr schwer getan habe, das Gleichgewicht zu halten und einigermaßen den Takt zu finden. Danach folgte ein Jahr Reitunterricht. Ich ritt die unterschiedlichsten Pferde. Vom sturen Pony bis hin zum temperamentvollen Vollblut. Besonders oft ritt ich ein Deutsches Reitpony. Dieses hatte butterweiche Gänge und machte es mir super einfach. Hach, was habe ich dieses Pferd geliebt. Very Happy Doch natürlich konnte ich es nicht jede Stunde reiten. Eines Tages passierte etwas, was ich niemals vergessen werde (weil es mir so peinlich ist). Ich ritt besagtes Vollblut, welches auch ziemlich brav war. Als wir einzeln ganze Bahn galoppieren sollten, machte das meinem Pferd so Spaß, dass es beschloss, ziemlich flott zu werden. Es hatte sehr harte Gänge und ich bollerte nur so im Sattel herum. Nach nur wenigen Metern verlor ich das Gleichgewicht und knallte runter. Die ganzen Reiter lachten mich aus. Und zu diesem Zeitpunkt ritt ich schon beinahe ein Jahr! Irgendwann verlor ich dann die Lust, weil ich einfach nicht besser wurde. Ich war zu blöd, ein Pferd im Trab auf dem Zirkel zu reiten. Doch das Reitfieber ließ mich nicht los und so nutzte ich jede sich mir gebotene Möglichkeit, mich in den Sattel zu schwingen. Ein paar mal durfte ich das Pony meiner Freundin reiten, welches auch wieder ziemlich unbequeme Gänge hatte. Im Galopp musste ich mich regelrecht am Sattel fest krallen, um nicht runter zu fliegen. Wenige Zeit später meldete ich mich bei einem anderen Reitstall an und blieb dort auch wieder nur ein Jahr, da ich wieder keine Verbesserungen merkte und nach insgesamt 2 Jahren Erfahrung auf dem Pferd saß wie ein blutiger Anfänger (oder schlimmer!). Um es kurz zu machen:

- Ich ziehe die Knie hoch
- Ich schaff es nicht, die Beine am Pferd zu halten (was auch erklären würde, wieso ich mich nicht gut halte und schnell runter falle)
- Ich habe total unruhige Hände
- Beim Leichttraben komme ich aus dem Takt
- Ich schaffe es nicht, gleichzeitig zu treiben und den Takt zu halten
- Beim traben und galoppieren kann ich das Pferd nicht lenken (nur ganze Bahn), keine Konzentration
- Ich kann kein Pferd aussitzen, wenn es nicht gerade superweiche bequeme Gänge hat und knalle ihm in den Rücken
- Ich vergesse immer alles, kann mir nichts merken (z.B wie eine Vorhandswendung geht)
- Bei der kleinsten Sache fühle ich mich überfordert
- Fast jedes Pferd reißt bei mir den Kopf bis zum Himmel und tritt kein bisschen unter

So, das waren die wichtigsten Informationen. Man muss dazu sagen, ich hatte auch schon viele Reitlehrer, 95 % davon waren sehr geduldig mit mir! Ich könnte heulen. Das Problem ist auch, dass ich höchstens alle 2 Wochen reiten kann. Wenns hoch kommt, einmal die Woche. Und dabei will ich doch so reiten können wie Edward Gal auf Totilas! Er ist (bis auf die Rollkur) mein Idol. Dieses Pferd ist ein Traum. Vergleiche ich mich damit, könnte ich an die Decke gehen, weil es so fürchterlich aussieht. Habe ich noch eine Chance in den Turniersport aufzusteigen?

Liebe Grüße
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Verfasst am:     Anzeige

lxhp
Fohlen
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Verfasst am: 09.07.2012, 16:19    

Deine beschreibung legt die vermutung nahe: du bist stocksteif. Einfach nur durch eine anweisung ist das nicht zu korrigieren.
Vielleicht andere sportarten, etwa schwimmen, sportgymnastik? Nichts, wo man sich festmachen kann, z.b. radfahren.
Vertrauen zum pferd hilft auch. Pferde sind die freundlichsten wesen der welt.
Wer dich auslacht, weil du runterfällst, muß sehr dumm sein, und ahnungslos. Wer sein können erweitern will, muß auch mal seine grenzen überschreiten, zu pferd fällt man dann eben auch runter.
Manchmal sieht das jedoch einfach so komisch aus, daß man drüber lachen muß. Das betrifft aber nur die situation, nicht die person. Sowas muß man ertragen (lernen).
Hab geduld. Nicht kämpfen!
Lg
-p-
moncherie
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Verfasst am: 09.07.2012, 18:12    

Meinst du, dass ich noch zusätzlich eine andere Sportart ausüben sollte oder dass ich das statt dem reiten tun sollte? Ich möchte nämlich gar keine andere Sportart machen. Ich liebe reiten (was man bei mir so reiten nennen kann Very Happy). Ich habe mal gehört, dass Sitzlongen gut sein sollen. Wäre es da evtl. hilfreich, wenn ich ohne Bügel reite? Ich musste auch in den Reitstunden öfters meine Bügel überschlagen, damit ich quasi gezwungen bin, die Beine ans Pferd zu machen. Das Problem ist nämlich, dass ich die Hacken hochziehe, wenn ich die Beine dran mach. Auch kann ich irgendwie nur mit den Hacken treiben, weil ich immer in den Waden verkrampfe. Dann zieh ich die Hacken hoch (dann klappt das treiben auch!) und der Reitlehrer schimpft, dass ich sie runter machen soll. Bei mir geht momentan einfach nur eins - schön aussehen oder schön treiben... Rolling Eyes
Kein Reitlehrer versteht, dass ich erst das eine und dann das andere lernen will/muss. Eine Freundin von mir sitzt bsw. auch nicht gerade hübsch auf ihrem Pferd. Sie zieht die Hacken immer hoch, sitzt aber ansonsten 1a. Sitzt den Trab total toll aus und fliegt dabei kein bisschen hoch. Des weiteren hat sie eine sehr ruhige Hand. Irgendein Reiter meinte auch mal zu mir, dass es gar nicht gut ist, die Hacken runter zu drücken. Dass das mit dem verkrampfen dann normal wäre, war zumindest bei ihm so & ich denke, dass dann was drein sein muss, denn er reitet klasse und die Pferde laufen perfekt unter ihm (ohne Hilfszügel, Gerte, Sporen). Ich persönlich denke, dass der Sitz eine eher untergeordnete Rolle spielt, solang man sein Gleichgewicht halten kann, dem Pferd nicht in den Rücken knallt und die Hilfen ordentlich gibt. Oder sehe ich das falsch? Wahrscheinlich. Confused
maryshorse
Heuholer
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Verfasst am: 09.07.2012, 18:56    

Also der Sitz spielt schon eine wichtige Rolle.
"solang man sein Gleichgewicht halten kann, dem Pferd nicht in den Rücken knallt und die Hilfen ordentlich gibt."
Das macht dann schon den richtigen Sitz aus. Denn um das Gleichgewicht zu halten und ordentliche Hilfen zu geben, brauch man halt einen guten Sitz. Beim Reiten wird halt versucht (oder sollte zumindest) soviel wie möglich nur über den Körper zu reiten und die Zügel nur ganz wenig zu benutzen.

Bei dir hört es sich wirklich an, als wärst du sehr steif. Ixhp hat recht. Eine weitere Sportart würde dir sicherlich gut tuen. Du brauchst ja nicht auf das Reiten verzichten.

Also Longenstunden sind immer sinnvoll. Selbst die Profis in der Spanischen Hofreitschule haben jede Woche Longenstunden mit Sitzschulung, damit sie immer wieder korrigiert werden können.
Bei dem mit den Beinen, darfst du dich nicht darauf verkrampfen die Hacken runterzudrücken. Das ist dann wirklich schädlich, weil sich das Bein total verkrampft. Trotzdem solltest du das Bein nicht hochziehen. Meine Reitlehrerin hat mir das immer so erklärt, dass das Bein locker runterhängen soll. Einfach nur hängen und nichts weiter. Wenn ich es denn mal hochgezogen habe, sagte sie ich soll mir vorstellen, dass es lang in den Boden federt, halt immer noch locker. Das hat ganz gut geklappt. Es brauch halt nur seine Zeit, bis man seine Fehler korrigiert hat. Sie halt es mir bestimmt 1000 mal gesagt, bis ich es irgendwann auch selbst mitgekriegt hab. Also hab Geduld. Die Mühe zahlt sich aus.
moncherie
Hufauskratzer
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Verfasst am: 09.07.2012, 19:18    

Okay, dann denke ich mal über eine weitere Sportart (wahrscheinlich Radfahren) nach. Hoffentlich finde ich überhaupt einen passenden Reitlehrer. Hier herrscht echt Reitlehrermangel. Wir haben nur drei Höfe in der Nähe. Die einen sind ungeduldig, die anderen geben keinen Unterricht und die dritten geben nur Fortgeschrittenen Spring und Dressur Unterricht. Eine Freundin von mir hätte mich unterrichten können, doch jetzt zieht sie um. Ein Bekannter hat eigene Pferde, da könnte ich evtl. ab und an reiten, aber Unterricht kann der mir eher nicht geben. Ich bin also auf mich alleine gestellt. Sad
Vielleicht suche ich mir einen Privatlehrer. Aufgeben will ich jedenfalls nicht. Was ich noch vergessen habe. Manchmal reite ich ein Pferd, welches hoch sensibel ist. Da trau ich mich schon gar nicht, das Bein ranzudrücken, weil das Pferd das als Galopphilfe versteht. Beine also immer meterweit weg vom Pferd. Supi. Wie kann man da vorgehen? & wie bringt man ein Pferd dazu, den Kopf einigermaßen runter zu nehmen? Ich mache das wahrscheinlich total falsch. Nehme den inneren Zügel etwas kürzer (damit es nach innen schaut), treibe und gebe halbe Paraden. Bringen tut es natürlich gar nichts. Laughing
lxhp
Fohlen
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Verfasst am: 09.07.2012, 21:59    

Gute hinweise! Und richtig, der sitz ist alles! Der locker entspannte sitz. Nur im Gleichgewicht mit dem pferd wird das reiten harmonisch.
Die steigbügel sind eben genau nur dieses, sie sind keine festhalte- oder abstütz-bügel. Irgendwann wirst du so sicher sitzen, daß die bügel dir dazu dienen, das lästige gewicht der unterschenkel aufzunehmen. Doch bis dahin ist das reiten ohne bügel sehr hilfreich. Dabei nicht festmachen, keine bestimmte äußere form annehmen wollen. Locker und entspannt! Bequem soll es sich anfühlen. Andernfalls macht man was falsch. Beine locker, knie fallenlassen.
Erstmal das. Mehr wird dir dann von selber einfallen.
Wünsche dir erfolg!
Lg -p-
lxhp
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 09.07.2012, 22:12    

Das noch:
Ausgerechnet radfahren ist fürs reiten recht ungünstig.
Erzeugt verdeckte zügelfaust,
Macht einen krummen rücken.
Belastet die ellenbogengelenke.
Verkürzt die bänder von fuß bis in die hüfte.
...
Wirklich sehr ungünstig.
-
Dann das sensible pferd. Gerade ein solches darf man nicht allein lassen. Immer müssen wade und hand mit dem pferd fühlung halten.
Sensibel, wenn das pferd sensibel ist, aber nie die verbindung aufgeben.
Unruhig wird ein pferd vor allem, wenn du es allein läßt.
Lg
-p-
moncherie
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Wohnort: NRW

Verfasst am: 10.07.2012, 11:01    

Die Besitzerin von dem Pferd meinte, ich soll die Beine ruhig ran drücken und jedes Mal, wenn es meint, los rennen zu müssen, soll ich die Zügel mit einem energischen Ruck zurück nehmen. Das klappt auch relativ gut, ist nur sehr nervig, weil er es immer wieder versucht. Auch nach jedem Galopp ist ein normales traben nicht mehr möglich, da er vom Schritt direkt in den Galopp fällt. Confused

Okay, dann lasse ich das mit dem Rad fahren besser.
lxhp
Fohlen
Fohlen



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Verfasst am: 10.07.2012, 21:44    

statt energisch zu rucken, versuch mal, energisch gegen den aushaltenden, nach bedarf auch fester angenommenen, zügel zu treiben.
der ruck schädigt das maul. gegenhalten und unbedingt beim leisesten anzeichen des gehorsams wieder nachgeben verwirren das pferd nicht so sehr und es kann im maul sensibel bleiben. dieses annehmen und nachgeben solange wiederholen, bis das pferd steht, oder trabt, oder jedenfalls das gewünschte tempo annimmt.

wenns gelingst, ists die weitaus bessere variante.
lxhp
Fohlen
Fohlen



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Beiträge: 86
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 10.07.2012, 21:47    

nochn sport-tip:
jede art "kampfsport" (judo &c) ist insofern geeignet, als man sich dort keinesfalls festmachen kann. da geht es nur locker.
DressurChamp
Hufauskratzer
Hufauskratzer



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Beiträge: 6
Wohnort: Deutschland

Verfasst am: 11.10.2012, 11:08    

Ich habe ein sehr gute billlige Reitlehrerin die selber 2 Pferd hatt und bei Appassionata mitmacht. Wo wohnst du den? GLGG
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