Angst und Ignorieren meiner Hilfen im Gelände - Bodenarbeit & Pferdeverhalten | Pferdeforum & Pferde

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Angst und Ignorieren meiner Hilfen im Gelände

 
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Thokka
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BeitragVerfasst am: 23.05.2009, 20:52    Angst und Ignorieren meiner Hilfen im Gelände

Hallo,

ich möchte hier ein kleines Problem beschreiben, bei dem ich nicht mehr weiter weiß. Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich.

Das Problem trat auch beim Reiten auf, aber da der Ausritt dann katastrophal wurde, gehe ich die Strecken nur noch zu Fuß ab. Da kann ich wesentlich effektiver auf mein Pferd einwirken und habe das Gefühl, dass es auch etwas bringt.

Also: Wenn ich spazieren gehe, schlägt die Stimmung meines Pferdes etwa auf der Hälfte des Weges um. Zunächst geht er ganz artig und ruhig im Schritt vom Stall weg. Befinden wir uns dann fast schon wieder auf dem Rückweg oder drehen im Gelände sogar um, um wieder zurück zu gehen, steigert mein Pferd sich in irgendeine Angst hinein, denke ich. Er wird unheimlich eilig, ist total angespannt und scheint jeden Moment flüchten zu wollen, vor was auch immer.

An manchen Tagen ist er den ganzen Weg über seelenruhig, aber gehen wir die Strecke dann einen anderen Tag, ist es wieder so wie beschrieben. Ich habe ihm in der Bodenarbeit beigebracht, auf "Halt" anzuhalten. Das klappt sogar in diesen Situationen hervorragend, aber der Stresspegel bleibt hoch, die Angespanntheit auch. Er hat mich aber noch NIE hinterhergezogen oder beim Reiten abgeworfen. Wenn man Zügel oder Strick festhält, tänzelt er halt auf der Stelle... Es bringt auch nichts, wenn ich Volten führe oder immer wieder anhalte oder einen anderen Weg weitergehe, am Stall vorbei und die gleiche Runde noch einmal, oder andere ruhige Pferde dabei sind. Er bleibt nervös und angespannt. Wenn ich ihn einfach in Ruhe lasse, er also im Stechschritt bleibt, ist es noch das Angenehmste für beide.

Es ist im Gelände nie etwas besonders Schlimmes passiert, er ist nicht gestürzt oder verletzt worden. Seit der konsequenten Bodenarbeit ist es auch schon deutlich besser geworden. Aber gerade heute war wieder so ein Tag. Er hat irgendwas in der Ferne gesehen, am Feldrand. Da wars geschehen. Und ich würde so gern ein entspanntes Pferd im Gelände haben. Das wäre sicher auch viel angenehmer für ihn.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt und was habt Ihr gemacht, um dieses Problem in den Griff zu bekommen ?

Sicher habe ich noch viele Info vergessen. Aber Fragen beantworte ich gerne.


Viele Grüße

Thokka
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Constanze
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BeitragVerfasst am: 24.05.2009, 10:59    

also das mit dem schneller werden auf dem heimweg, macht mein pferd auch ab und zu. er bekommt einen wahnsinnig schnellen schritt. allerdings kann ich ihn immernoch kontrollieren und wieder langsamer nehmen.

macht er das nur, wenn du alleine reitest oder auch in der gruppe?
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Thokka
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BeitragVerfasst am: 26.05.2009, 10:29    

Danke für Deine Antwort.

Das mit dem langsamer gehen lassen klappt bei meinem Pferd nicht bzw. sehr selten. Er wird noch nervöser, wenn ich versuche, ihn zu regulieren.

Wenn ich alleine ausreite, dann lasse ich ihn meist einfach so gehen, wie er möchte. In der Gruppe tritt das Problem eher vermehrt auf, weil andere Pferde meist langsamer gehen. Dann muss ich ihn ständig zurücknehmen, was ihn wiederum aufregt.

Das Zurücknehmen passiert übrigens nicht durch abruptes An-den-Zügeln-Ziehen, sondern erst durch Stimme, dann durch sitzen und letztendlich durch langsames Annehmen der Zügel. Im Gelände ist er immer unausgebunden.


Viele Grüße

Thokka
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Constanze
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BeitragVerfasst am: 26.05.2009, 22:43    

ich glaube es ist schon mal nicht gut, dass du ihn "machen" lässt. Ich mache es leider auch ab und zu - aber das macht es nur schwieriger. Ich würde es immer wieder versuchen ihn langsamer zu nehmen.

ansonsten könnstest du noch versuchen - kleine runden zu machen und sie dann immer zu vergrößern wenns klappt.

was sehr nerven aufreibend ist aber evtl auch einen versuch wert ist: immer wenn er sich aufspielt - kehrt machen und wieder wegwärts reiten bis er sich entspannt hat.

ganz wichtig ist aber das du nicht auf das "Fehlverhalten" wartest. Ich hatte das problem mal mit meinem pferd - immer wenn ich daran "dachte" das jetzt etwas schief gehen könnte (z.b. skifahrer von hinten oder quadfahrer der nicht langsamer wird) ist es auch passiert - weil ich mich wahrscheinlich etwas verspannt habe.
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Constanze
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BeitragVerfasst am: 26.05.2009, 22:44    

ach ja was bei mir auch schon gut geklappt hat ist anhalten und rückwärts richten.
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Thokka
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BeitragVerfasst am: 30.05.2009, 22:12    

@Constanze

Das mit dem Zurücknehmen mache ich eigentlich, denke ich. Werde noch mal genauer darauf achten.

Wenn ich anhalte und ihn auch noch rückwärts richte, mache ich es nur noch schlimmer. Das habe ich schon öfter ausprobiert und es hat nie auch nur ansatzweise irgendeine Verbesserung gebracht.

Das mit dem Kehrtmachen ist noch ein guter Tipp. Das versuche ich bei Gelegenheit noch einmal.

Momentan mache ich nur unsere "Hausrunde", ein Weg von ungefähr 20 Minuten Dauer. Das klappt auch schon richtig gut. Nun versuche ich mit einem guten Herdenkumpel meines Pferdes, die Runde immer ein wenig größer zu machen. Oft gehen wir auch nur ein Stück des neues Weges und drehen dann irgendwann wieder um. Das klappt oft auch ganz gut. Zufriedenstellend, würde ich sagen.

Tja, das mit dem Abwarten kann ich auch nur bestätigen. Jedes Mal, wenn der Spaziergang oder Ausritt zu gut läuft, denke ich an sein Gezappel und wann er es wohl wieder macht. Und schon ist es da...


Viele Grüße

Thokka
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Isi09
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BeitragVerfasst am: 04.06.2009, 13:09    

Hallo!

@Thokka: Gibt es bei eurem Stall eine Reithalle/Reitplatz auf die du draufkannst?
Dann könntest du probieren, nach dem Ausritt (besonders wenn es mal nicht so gut klappt) einfach noch auf dem Platz zu reiten. Das muss auch gar nicht benonders lang sein, zum Beispiel 10 Minuten lockeres v/a in Schritt und Trab oder so.
Dein Pferd merkt dann, dass es ihm "nichts bringt", wenn es auf dem Rückweg vom Ausritt schneller wird, es darf dann nicht direkt in den Stall.
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Thokka
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BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 10:12    

@Isi09

Deinen Vorschlag kann ich auch noch mal ausprobieren.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob mein Pferd aus Angst vor irgendwas reagiert oder ob er es macht, weil er unbedingt nach Hause will. Deshalb gehe ich nach Ausritten auch nicht mehr auf den Platz, weil ich befürchte, das Ganze zu verschlimmern...


Viele Grüße

Thokka
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Isi09
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Beiträge: 5
Wohnort: Filderstadt

BeitragVerfasst am: 05.06.2009, 18:25    

@Thokka: Sorry, da hab ich dich wohl falsch verstanden!
Wenn dein Pferd aus Angst schneller und nervös wird, würde ich an deiner Stelle auch nicht nach dem Ausritt noch auf Platz/Halle reiten. Das hilft eher dann, wenn das Pferd aus Dickköpfigheit/fehlendem Respekt etc schnell zum Stall zurück will Wink

Allerdings finde ich es auffällig, dass dein Pferd dieses Verhalten auf dem Heimweg zeigt und auf dem "Hinweg" ruhig ist.
Gibt es auf eurem Rückweg irgendwas besonderes, was deinem Pferd Angst machen könnte? (zum Beispiel Straße überqueren oder so)
Macht dein Pferd das schon immer oder erst seit neuestem?

Vielleicht wird es besser, wenn du versuchst, dein Pferd abzulenken, bevor es schneller werden will: also nicht "einfach" im Schritt heimreiten, sondern zum Beispiel immer wieder ein paar Schritte Schenkelweichen (oder andere Seitengänge, was ihr halt so macht), bewusst immer wieder schneller/langsamer werden im Schritt, anhalten, ruhig stehen (warten, bis das Pferd wirklich ruhig steht), rückwärts richten (wie Constanze schon vorgeschlagen hat) usw...
Solange sich das Pferd auf dich konzentriert, ist es vielleicht auch von anderen Sachen auf eurer Strecke, die ihm Angst machen könnten, abgelenkt und kommt nich dazu, schneller zu werden.
So kannst du auch dich selber ablenken Wink

Ich hoffe, ihr bekommt euer Problem in den Griff!
lg Isi
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Thokka
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Anmeldedatum: 21.05.2009
Beiträge: 94
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 06.06.2009, 11:19    

Hallo Isi,

ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob vielleicht mal etwas passiert ist, was der Auslöser für dieses Verhalten war.

Als mein Pferd noch in der Box stand, hatten wir dieses Problem nicht. Aber da hat er seinen Turn auch nur abgespult, wie er sollte. Und ich war um einiges durchsetzungsfähiger und naja härter...

Nach dem Stallwechsel war das Problem in dieser Intensität noch nicht da. Aber mir fällt auf, dass er da bereits auf den Rückwegen schneller wurde. Aber ich fand es nicht so schlimm, weil ich oft mit anderen ausgeritten bin, deren Pferden ebenso schnell auf dem Heimweg waren.

Dann sind ein paar Mal Situationen aufgetreten, in denen er in der Ausreitgruppe hinten laufen musste. Wir wurden nicht im Trab oder Galopp "abgehängt", aber danach war es dann so schlimm bei uns, dass ich nicht mehr mit anderen ausgeritten bin.

Vielleicht vermischt sich die Reaktion auf den Stallwechsel (hatte er noch nicht mit seinem alten Stall abgeschlossen ? oder vermisst er jemanden ?) mit diesen paar Ausritten, wo er hinten laufen musste und Angst hatte, allein gelassen zu werden ? Ich weiß, dass ich dann beim Ausreiten ohne andere oft ausprobiert habe, ob ich das Problem wegbekomme, indem ich angehalten habe, ihn rückwärts gerichtet habe usw. Ich bin auch mal laut geworden, aber er hat nie Schläge bekommen !

Nachdem das nichts brachte, bin ich ne ganze Weile gar nicht mehr ausgeritten. Und habe endlich angefangen, mal etwas intensiver über mein Verhalten nachzudenken. Das war vor 5 Jahren und seitdem ist dieses Problem schon etwas besser geworden. Ich will nicht meckern. Aber ich komme jetzt eben nicht weiter. Deshalb die Anfrage.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Deinen Tipp mit dem Ablenken werde ich ausprobieren. Das geht ja auch ohne Probleme an der Hand. Wenn ich reite, ist mir schon oft aufgefallen, dass ich regelrecht passiv werde und warte, bis er wieder schneller wird. Und dann sage ich mir: Siehste, da ist das Problem wieder. Wenn ich ihn vorsichtig beschäftige, merkt er vielleicht gar nicht, dass wir schon wieder auf dem Heimweg sind. Und vor allem denke ich dann nicht pausenlos daran, dass er wieder schneller werden könnte.

Was ich noch fragen wollte: Kann es sein, dass er in der Anfangszeit in der Herde noch keinen festen Platz hatte und entsprechend nach langen Ausritten immer seinen alten Platz zurückholen musste ? Vielleicht wird er nervös, wenn er lange vom Stall weg ist, weil er seinen Rang verlieren könnte ? Er ist recht hoch in der Herde.


Vielen Dank für die ganzen Antworten.


Viele Grüße

Thokka
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Alex87
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Beiträge: 44
Wohnort: Hassloch

BeitragVerfasst am: 12.06.2009, 10:47    

Hallo!
Also dein Problem klingt fuer mich nicht nach Angst! Ich denke mal dein Pferd ist einfach nur scharf darauf so schnell wie moeglich zum Stall zurueck zu kommen. Im alten Stall bedeutete das: zurueck in die Box... nicht sehr erstrebenswert! So wie es klingt ist er nun in einem Offenstall, was natuerlich viel mehr Spass macht, als in einer Box zu stehen, oder einen Reiter durch die Gegend zu tragen! Ich denke, dass das der Grund ist, warum es erst nach dem Stallwechsel aufgetreten ist.
Das wichtigste ist, dass du ihm klar machst, dass es nicht schneller geht, wenn er schneller wird oder sich aufregt! Ich denke die Idee mit dem Rumdrehen ist da die beste Idee...Rueckwaertsrichten ist immer eine Unterordung, deswegen wuerde ich das eher als strafe benutzen, wenn er beim rumdrehen rumzickt.
erst wenn er sich benimmt und ruhig bleibt geht es wieder in richtung heimat!
Das ist natuerlich sehr zeitaufwendig...wenn du mal keine zeit hast es durchzusetzen oder er einfach nicht runterkommt wuerde ich ihn auf dem Platz arbeiten...so lernt er, dass Stall nicht automatisch Feierabend bedeutet!

Ich hoffe es hilft dir etwas und ihr kommt etwas weiter mit dem Problem...und wie gesagt, ich wuerde mir keine Sorgen machen, dass er veraengstigt ist. Es klingt sehr nach einer Unart!

Viele liebe Gruesse,

Alex
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Thokka
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Beiträge: 94
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 17.06.2009, 16:48    

@Alex

danke für Deine Antwort. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es Angst ist oder eine Unart. Und so eine Ferndiagnose via Forum ist sicher auch nicht das wahre. Du könntest mit Deiner Vermutung auch recht haben. Er bekommt nach dem Reiten immer etwas Müsli als Belohnung und im Sommer gehts dann auch noch sofort auf die Koppel. Das ist natürlich was feines und viel besser, als zu arbeiten. Wenn ich beim Ausreiten oder Spazierengehen öfter zum Grasen anhalte, ist er meist auch viel ruhiger. Das würde Deine Theorie stützen. Und er ist verdammt clever, aber welches Pferd ist das nicht... Vielleicht sieht es für mich wie Angst aus und es ist gar keine Angst.

Würdest Du mir zu einem Tiertherapeuten raten ? An wen wendet man sich überhaupt mit so einem Problem ?


Viele Grüße

Thokka
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Maggy
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BeitragVerfasst am: 18.06.2009, 07:33    

Hallo Thokka,

mein Pferd und ich hatten mal eine Phase, da gab`s fast nur noch Mißverständnisse und Kommunikationsprobleme. Ich konnte mir den Grund dafür nicht erklären und bin in dieser Situation glücklicherweise mit einer Tiertelepathin zusammengetroffen. Zunächst war ich natürlich sehr skeptisch und dachte: was für`n Humbug....aber dann wurde ich eines Besseren belehrt. Egal, was der Rest der Menschheit denkt, es gibt tatsächlich Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich rational nicht erklären lassen und da ich nichts zu verlieren hatte, haben wir diese Telepathie einfach ausprobiert. Siehe da, mein Pferd hat "aus dem Nähkästchen geplaudert", was mich zwar zunächst umgehauen und sehr betroffen gemacht hat, aber das Problem war gelöst. Wenn Du magst, kann ich Dir Kontaktdaten zukommen lassen.
LG
Maggy
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Thokka
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Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 18.06.2009, 12:52    

Wenn Du mir diesen Vorschlag vor ein paar Jahren gemacht hättest, wäre ich auch skeptisch gewesen. Aber ich hatte tatsächlich vor einiger Zeit schon eine Tierkommunikatorin da. Das war echt spannend, was mein Pferd so zu erzählen hatte. Aber dieses Problem hatte er nicht erwähnt. Vielleicht war es noch nicht an der Zeit oder ich war noch nicht so weit, diese Sache in Angriff zu nehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir die Kontaktdaten schicken könntest. Ich bin immer auf der Suche nach neuen "Umgangs- und Kommunikationsformen" :) Allerdings muss mein Pferd erst einmal eine Pause wegen einem dicken Fesselgelenk einlegen, so dass ich in nächster Zeit keine Möglichkeit zum Üben oder Ausprobieren habe. Leider...


Viele Grüße

Thokka
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Maggy
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Anmeldedatum: 29.05.2009
Beiträge: 33
Wohnort: Elmenhorst

BeitragVerfasst am: 18.06.2009, 17:16    

Hallo Thokka,

wohin soll ich Dir die Kontaktdaten denn schicken? Übrigens: Dein Pferd würde sich wahrscheinlich ein paar homöophatische Mittel aussuchen und ggf. auch Bachblüten...das fragt die Telepathin nämlich auch immer mit ab und Rüdi hat sich damals z. B. "Apis belladonna" ausgesucht, nachdem er von einem "Kumpel" getreten worden war und eine dicke Beule am Bein hatte....zusätzlich zur veterinärmedizinischen Betreuung haben ihm diese Mittel sicher nicht geschadet, zumal er sie sich ja, wie gesagt, selbst ausgesucht hat.....

LG
Maggy
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Steffi
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Anmeldedatum: 07.10.2009
Beiträge: 8
Wohnort: münster

BeitragVerfasst am: 29.10.2009, 00:43    

hallo Thokka,

oh, man das Thema kenn ich gut. Wie geht es euch inzwischen. Meine Stute kann sich ganz schnell in eine unheimliche Anspannung reinsteigern, von einen Moment auf den anderen.Ich hatte auch schon immer darauf gewartet, dann ist es natürlich passiert. Mittlerweile habe ich viel an mir gearbeitet, das ich cooler bin, es funktioniert aber noch nicht immer. Ich suche den Schalter, das das Herz langsamer schlägt. und der Atem entspannter wird,
Durch Dominanztraining, Gymnastizierung von meiner Stute und Sitzübungen meinerseits, kann ich sie zumindest am Steigen hindern. So endete es teilweise, wenn sie sich reingesteigert hat. Ich reite dann Schulterherein oder volten. Insgesamt ist es besser geworden.
An manchen Tagen ist nichts( kann sie am langen Zügel reiten) und an anderen oh man. Tiere haben halt auch so ihre "Tage".

Ehrzähl doch bitte, wie es euch geht,

lg Steffi
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Karina
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Anmeldedatum: 13.03.2009
Beiträge: 48
Wohnort: Lampertheim

BeitragVerfasst am: 29.10.2009, 16:40    

Hallo,
eine Stallkollegin hat mir demletzt den Tipp gegeben, dass wenn ich im Gelände merke, dass ich Angst bekomme oder denke, da vorne könnte mein Pferd Angst haben, dann soll ich einfach gähnen oder lachen. Das entspannt unseren Körper und die Pferde werden von unserer Anspannung nicht angesteckt. Ich denke, ein Versuch ist es wert.

Lg, Karina.
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Constanze
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Anmeldedatum: 13.03.2009
Beiträge: 132
Wohnort: Christes

BeitragVerfasst am: 01.11.2009, 20:21    

hi, wie ist denn jetzt der dinge?

das ir de lachen ist gut Smile ne freundin von mir hat immer gesungen um sich selbst zu beruhigen - dadurch wird die atmung gleichmäßiger und man entspannt.
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Steffi
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Anmeldedatum: 07.10.2009
Beiträge: 8
Wohnort: münster

BeitragVerfasst am: 02.11.2009, 12:10    

Hallo,

vielen Dank für die Tipps, Mit dem Lachen habe ich es noch nicht versucht, aber gesungen habe ich schon öfters und das hilft schon. Manchmal schaue ich auch in die entgegengesetzte Richtung, das hilft auch. oder denke an etwas schönes

Wenn ich merke, das lady sich beginnt reinzusteigern ,früher ist sie gestiegen,versuche ich sie abzulenken, schulterherrein, etc. Ich habe es die letzten drei male so gemacht, das ich sie erst auf dem Platz geritten habe, um die zu lockern und eine gute verbingung zu bekommen, anschließend bin ich eine kleine runde geritten, so konnte ich sie besser händeln.
manchmal habe ich auch das gefühl , das es reine bockigkeit ist, ein testen wer von uns stärker ist. denn wenn ich ihr klar gemacht habe, zb. mit schulterherein, das alles in ordung ist, und das ich das leidtier bin,geht sie am langen zügel an der stelle vorbei. Es ist immer an der selben stelle, die aber gut überschaubar ist.
sonst hat sie probleme bei hecken, die sie nicht einsehen kann, im wald, teilw, bei entgegenkommenden fußgängern,
durch viel bodenarbeit, (plane, regeschirm), arbeit an der hand, sitzübungen ist es schon besser geworden, ich werde auch jetzt vermehrt spazieren gehen, dieses jahr habe ich erstmal schwerpunktmäßig im viereck versucht mehr vertrauen aufzubauen

vielleicht ist auch die hilfe eines tierkommunikator sinnvoll?
lg steffi
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Thokka
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Mitglied



Anmeldedatum: 21.05.2009
Beiträge: 94
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 07.11.2009, 18:00    

Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure Antworten.

Bei uns hat sich wirklich etwas getan, auch wenn es nach der Diagnose nur noch zu Fuß ins Gelände geht. Aber zu Fuß hatten wir ja auch so manches Mal Probleme...

Das ich mich in etwas hineinsteigere, ist mir in der letzten Zeit bewusster geworden. Vermutet habe ich es schon seit längerem, aber manchmal will man sich einfach gewisse Dinge nicht eingestehen. Wenn das wirklich die Ursache ist (wie ich es stark vermute), dann wirkt mein Pferd als Spiegel, der mir ganz deutlich zeigt: Das ist Dein Problem.

Ich habe selbst Angst davor, weit von Zuhause wegzugehen. Am liebsten bin ich daheim, dort fühle ich mich am sichersten. Verzeiht mir, wenn ich nicht allzu sehr in die Tiefe gehe. Ich wirke nach außen immer sehr gefasst, aber Dinge, die mich unvorbereitet treffen, bringen mich zuweilen etwas aus der Fassung. Im Grunde ist das nichts anderes als das, was mein Pferd macht. Gehen wir ins Gelände, ohne dass etwas Neues zu sehen ist, passiert nichts. Ist da irgendetwas, selbst ein Auto, ein Spaziergänger, der plötzlich hinter einem Busch steht, kann es mit der Ruhe vorbei sein. Auch wenn ich persönlich in dem Fall kein Problem mit der Situation habe, denke ich: "Na toll, gleich schaltet mein Pferd wieder um...". Ich sehne mich nach einem ruhigen Pferd, das mich gelassen durch diese Situationen führt. Und das gleiche wünscht sich wahrscheinlich auch mein Pferd.

Das erst einmal zum Thema Erkenntnis. Dann bin ich vor ein paar Wochen spazieren gegangen und hatte so eine Art Schlüsselerlebnis.

Es war recht windig, aber ansich war mein Pferd ruhig und ich auch. Wir sind also losgestiefelt, mein Pferd nur am Halfter, wie sonst auch. Normalerweise habe ich eine Gerte dabei, aber an diesem Tag nicht, weil wir hinterher noch grasen gehen wollten.

Der erste Schreck war ein Spaziergänger mit Hund, der hinter einem Hügel auftauchte. Da waren wir beide wach, aber ich dachte mir nichts dabei. Dann standen auf der nächsten Koppel Kühe. Mein Pferd hat großen Respekt vor Kühen, besonders, wenn sie auf uns zugerannt kommen. Wochenlang zuvor war die Koppel leer und ausgerechnet heute... Naja, mein Pferd stocksteif, prustete, und ich dachte mir: Klasse, doch wieder kein ruhiger Spaziergang. Aber der Knackpunkt war der, das ich es akzeptiert habe. Haltet mich für durchgeknallt, aber ich blieb so ruhig, weil ich genau wusste, mein Pferd will gleich nur noch nach Hause.

Und was machte er ? Stand neben den Kühen und graste. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Kein unruhiges Pferd, was am Strick zieht und nur weg will. Nein, er nahm den Kopf runter und fraß. Natürlich war er noch ein bisschen aufgeregt, aber durch das Fressen wurde er ruhiger.

Ich habe ihn ein bisschen grasen lassen, und habe ihn dann aufgefordert, mit mir weiterzugehen. Und er kam mit, ohne auch nur geringste Anstalten zu machen, weiter nervös zu sein und irgendwie überzureagieren. Wir also in aller Ruhe weitergegangen, eine kleine Runde gedreht und zurück zum Stall, wieder an der Kuhkoppel vorbei, wieder ohne Probleme.

Versteht mich nicht falsch, vor Monaten wäre das eine Situation gewesen, weswegen ich dieses Thema überhaupt gestartet habe. Und zwar nicht deshalb, weil er Respekt vor Kühen hat, sondern allein der Situation wegen. Der gemütliche Ausritt wäre dann kein Thema mehr gewesen, weil ich den Schalter zum Entspannen nicht mehr gefunden hätte.

Nun hoffe ich natürlich, dass ich mit diesem Erlebnis weiterarbeiten kann. Vielleicht habe ich tatsächlich den Schlüssel gefunden...


Viele Grüße

Thokka
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